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Neuer Glanz in Friedhofskapelle

Langenhagen Neuer Glanz in Friedhofskapelle

Die neuen Stühle sind bequem und quietschen nicht, der neue Wandanstrich ist freundlich: die Friedhofskapelle der Elisabethgemeinde in Langenhagen erstrahlt in neuem Glanz. Rund 24.000 Euro hat die Sanierung gekostet. Aus der Gemeindekasse aber stammen diese nicht.

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Ein Jahr haben sie über Stuhl-Modelle beraten. Jetzt freuen sich Ulrike Jagau (von links), Angela Tiede, Inge Aping, Bettina Praßler-Kröncke und Ulrike Bodenstein-Dresler über die rundrum erneuerte Friedhofs-Kapelle der Elisabethgemeinde.

Quelle: Neander

Langenhagen. Den wahren neuen Glanz, betont Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, könne man eigentlich nur wahrnehmen, wenn man das Früher erlebt hätte: "Die alten Stühle waren unbequem und machten mit ihren Stahlbeinen furchtbaren Lärm, wenn sich jemand bewegte." Damit ist es in der Kapelle der Elisabethgemeinde auf dem Friedhof an der Karl-Kellner-Straße nun vorbei.

Zwar gibt es mit den 70 neuen Stühlen nun acht Sitzplätze weniger als zuvor. Dafür aber sind diese weich gepolstert, sie haben eine warme, weil aus dickem Holz bestehende Lehne und Filzgleiter unter den Stuhlbeinen. Ein Jahr, betont  Kirchenvorsteherin Ulrike Jagau, habe der Friedhofsausschuss der Gemeinde über den neuen Stuhltyp beraten. "Wir haben uns sogar acht unterschiedliche Modelle liefern lassen, um sie auszuprobieren", ergänzt Praßler-Kröncke.

Für die erste Sanierung seit 1992 war die 1926 erbaute Kapelle im Januar für zehn Tage geschlossen. Um dem Termindruck gerecht zu werden, wurde für den 28. Januar - dem Liefertag der Stühle - bereits am Nachmittag die erste Beisetzung anberaumt. Erst an diesem Mittwoch nun aber beendete der Maler seine letzten Renovierungsarbeiten. "Fertig sind wir trotzdem nicht", berichtete Praßler-Kröncke am Donnerstag während einer Besichtigung. Unter anderem soll für die derzeit hinter dem Sarg-Podest platzierte Kanzel ein neuer Platz gesucht und dann das Pult ausgetauscht werden. Wie bei den Stühlen wolle man dann auch den Nussbaumton der originalen Holzverkleidung im Jugendstil bei der Kanzel aufnehmen.

Die Sanierung und Ausstattung der Kapelle hat laut Praßler-Kröncke 24.000 Euro gekostet. "Dieses Geld wurde komplett durch die Einnahmen des Friedhofs erwirtschaftet." Kirchensteuern seien nicht dafür verwendet worden. Vor diesem Hintergrund betonte Jagau, die für die Grünen im Rat sitzt, auch das Drängen der Ratspolitiker, man möge auch für die Stadt zu einer attraktiven Beisetzungs- und Grab-Gestaltung kommen. Die Debatte um die neue städtische Gebührensatzung wurde unlängst nach heftiger Kontroverse vertagt. An einem runden Tisch will die Stadt nun neue Ideen für ihre Friedhöfe ausarbeiten.

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So sah es früher aus: Unbequeme Stühle, die einst aus dem renovierten Gemeindehaus übernommen wurden, mit lärmenden Stahlfüßen.

Quelle: Elisabethgemeinde

Von Rebekka Neander

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