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Mann droht schließender Postbank mit Waffengewalt

Langenhagen Mann droht schließender Postbank mit Waffengewalt

Die Kunden sind von ihrer Postbank genervt: Immer wieder stehen sie in Langenhagen wie auch in Großburgwedel vor verschlossener Tür der Filialen. Jetzt sind einem Mann die Nerven durchgebrannt. Gegen ihn ermittelt nun die Polizei wegen der Androhung von Waffengewalt.

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Ein alltägliches Bild: Lange Schlangen bilden sich vor der Postbank-Filiale - falls sie mal geöffnet hat.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen/Großburgwedel. Die Nerven liegen blank – immer wieder haben die beiden Postbank-Finanzcenter aus unterschiedlichen Gründen geschlossen. Falls sie doch geöffnet haben, bilden sich lange Schlangen an den nur spärlich besetzten Schaltern. In den sozialen Medien hat sich sowohl in Burgwedel wie auch in Langenhagen ein Sturm der Entrüstung, gar böse Flüche Bahn gebrochen. Nun sind einem Kunden derart die Nerven durchgebrannt, dass die Polizei ermittelt.

Nach Auskunft von Kommissariatssprecher Rüdiger Vieglahn hatte sich ein Mann – wegen eines technischen Defekts musste die Filiale am Dienstag gegen 13.15 Uhr kurzfristig schließen – zu der Drohung verleiten lassen, dass er „auch mit einer Waffe wiederkommen könne", berichtet der Polizist. Das Postpersonal rief daraufhin die Polizei. Nun wird gegen den Unbekannten wegen der „Androhung einer Straftaten“ ermittelt, erläutert Vieglahn. Die Ermittler suchen den korpulenten, etwa 1,70 bis 1,75 Meter großen Mann. Er sprach mit osteuropäischen, vermutlich polnischen Dialekt. Er hat ein rundliches Gesicht und trug kurze Haare.

Von den Schwierigkeiten hat auch die Langenhagener Verwaltung Kenntnis erlangt. Auf Anfrage kündigt Sprecherin Juliane Stahl an, dass die Wirtschaftsförderung mit dem Unternehmen Kontakt aufnehmen werde. Anzeichen, dass sich der Dienstleister aus Langenhagen zurückziehen könnte, hat die Stadt als Immobilieneigentümerin aber nicht, betont Stahl.

Das Hin und Her bei den Öffnungszeiten wertet die Gewerkschaft Verdi als Folge einer zu dünnen Personaldecke. Die gut 15 000 Angestellten des Postbank-Konzerns plagen aber noch ganz andere Sorgen als vorübergehende Schließungen. Weil die Konzernmutter Deutsche Bank sich von ihrer Tochter trennen oder sie an die Börse bringen wolle, bangen sie um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze, wird gemutmaßt.

Postbank-Sprecher Tim Rehkopf spricht auf Anfrage in Langenhagen eher von "unerwartet hohem Krankenstand" Diese hätten trotz aller Anstrengungen nicht kompensiert werden können. Deshalb sei es zu "temporären Schließungen" gekommen. Er erinnert auch daran, dass es in den Filialen eine Vorgabe zur Mindestbesetzung gebe. Denn in Banken sei „das Vieraugenprinzip Pflicht“. "Aufgrund einer Bedrohungssituation gegen eine Mitarbeiterin" musste das Finanzcenter nachmittags schließen. "Für die nächsten Tage ist daher ein zusätzlicher Sicherheitsdienst beauftragt", kündigt Rehkopf an und lobt das umsichtige Verhalten seiner Kollegen.

Von Sven Warnecke

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Aktuell müssen Kunden vor dem Postbank-Finanzcenter weiter in der Schlange warten.

Möglicherweise gibt es eine überraschende Wende im Fall einer angeblichen Waffenbedrohung von Langenhagener Postbediensteten. Der von der Polizei gesuchte mutmaßliche Täter beteuert seine Unschuld. Glaubhaft, wie die Polizei versichert. Denn dafür spricht wohl auch sein Beruf. Der Mann ist Priester.

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