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Christa Röder besucht Bundespräsidenten

Langenhagen Christa Röder besucht Bundespräsidenten

Hohe Ehre für Christa Röder: Die Schulenburgerin hat jetzt aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck in Schloss Bellevue den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Damit ist ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement gewürdigt worden.

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Christa Röder erhält aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz.

Quelle: Bundesregierung / Sandra Steins

Langenhagen/Berlin. Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - kurz Bundesverdienstkreuz - verliehen zu bekommen, ist schon eine Sache für sich und eine Würdigung des eigenen Wirkens. Doch diese Auszeichnung auch noch persönlich aus den Händen des Staatsoberhauptes zu erhalten, ist etwas ganz besonderes. Diese Ehre ist jetzt Christa Röder im Schloss Bellevue, dem Amtssitz von Joachim Gauck in Berlin zuteil geworden.

"Aufregend, spannend und erlebnisreich", umschreibt Röder ihre Reise nach Berlin. Das ganze drumherum inklusive Schlossbesichtigung habe den Teilnehmern ein erhabenes Gefühl vermittelt, sagte sie am Donnerstag auf Anfrage. Und wie war der Bundespräsident nun? "Ein unkomplizierter, verbindlicher Mensch", berichtet die Schulenburgerin von ihrem Treffen mit Gauck.

Die heute 75 Jahre alte gebürtige Hannoveranerin war und ist auch heute noch in zahlreichen Ehrenämtern aktiv. Die Anzahl ihrer Tätigkeiten für das Gemeinwohl ergeben eine lange Liste. Außerdem ist sie Mitglied in den Vereinen MTV Engelbostel-Schulenburg, dem DRK-Ortsverein Schulenburg, dem Landfrauenverein, beim Nordhannnoverschen Ortsverband der Johanniter und in der Ortsfeuerwehr Schulenburg. Den Langenhagenern ist Röder heute vor allem als hiesige Vorsitzende des Seniorenbeirats, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats der Region und Mitglied des Landesvorstandes bekannt. Zudem wirkt sie in der Arbeitsgemeinschaft Gliem – Ganz Langenhagen ist ein Museum – mit.

Doch nicht nur diese Verdienste stehen in Röders Vita. Sie war 25 Jahre Ortsbürgermeisterin von Schulenburg sowie 23 Jahre im Rat der Stadt. Von 2001 bis 2006 agierte sie zudem als stellvertretende Langenhagener Bürgermeisterin. Für dieses Engagement erhielt sie 2006 die goldene Ehrennadel der Stadt.

Christa Röder war 1980 Mitbegründerin des Berufsverbandes Kinderkrankenpflege Deutschland (BeKD). Von 1985 bis 1996 und von 2003 bis 2010 war die gelernte Kinderkrankenschwester auch Delegierte des BeKD im Landesfrauenrat Niedersachsen. In dem Gremium bekleidete sie auch verschiedene Vorstandsämter, war von 1996 bis 2002 Vorsitzende. Darüber hinaus engagiert sich Röder stark im kulturellen Bereich. Unter anderem ist sie Beisitzerin im Vorstand der Kulturstiftung Langenhagen.

Und da der Bundespräsident die Gäste im Schloss Bellevue jeweils nach einem Anliegen gefragt hatte, brachte Röder wegen der drohenden Abschaffung der Kinderkrankenschwestern die Sorge um ihren Berufsstand zur Sprache. Das dürfe sie nun dem Staatsoberhaupt auch schriftlich vorlegen und hofft auf dessen Unterstützung. Denn zurücklehnen wird sie sich nicht, betonte Röder gestern. Denn Gauck habe sie und die anderem 23 ausgezeichneten Frauen aufgefordert, Werbung für ehrenamtliches Engagement zu machen. Damit künftig mehr Frauen in den Genuss des Bundesverdienstkreuzes kommen. "Und das mache ich jetzt, ich habe schließlich noch viele Ideen."

Von Sven Warnecke

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