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Jeder zweite Einbruch scheitert

Langenhagen Jeder zweite Einbruch scheitert

In Langenhagen hat die Polizei im vergangenen Jahr mehr Wohnungseinbrüche registriert. Doch gleichzeitig hat sich dank einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe auch die Aufklärungsquote vervierfacht. In der Stadt lebe es sich recht sicher, sagt Kripochef Rüdiger Vieglahn.

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Das gelingt nicht immer. Dank zusätzlicher Sicherungen an Fenster und Türen ist es bei 160 registrierten Einbrüchen in Langenhagen in 72 Fällen lediglich bei Versuchen geblieben.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr ist in 2015 die Zahl der Straftaten auf 4243 in Bereich des Langenhagener Kommissariats gestiegen. Doch knapp 55 Prozent wurden aufgeklärt. Die zweithöchste Aufklärungsquote im Fünf-Jahresvergleich, berichtete Vieglahn. Besonders erfreulich: „Die Raubdelikte bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau.“ „Aus unserer Sicht ist Langenhagen sicher“, betont der Kripochef angesichts der 22 Straftaten in diesem Bereich.

Positiv bewerten Vieglahn wie auch Kommissariatsleiter Andreas Alder die Arbeit der angesichts der vielen Einbrüche im Jahr 2014 in Langenhagen eingerichteten Ermittlungsgruppe. Zwar habe sich das noch nicht auf die Fallzahlen ausgewirkt, sie stiegen im vergangenen Jahr auf 160 erneut an. Doch parallel konnte die Aufklärungsquote auf 28 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren nahezu vervierfacht werden, berichtet Vieglahn. Wie berichtet, wird der Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl im Verbund der Polizeiinspektion Burgdorf zentral sowohl in Langenhagen für den Norden und in Lehrte für den Osten der Region bearbeitet. Außerdem zahle sich die Präventionsarbeit der Polizei aus: Lediglich in 88 Fällen seien die Einbrecher auch ins Haus gelangt. Vielerorts scheiterten die Täter an zusätzlich installierter Sicherheitstechnik, betont Alder.

Bei den Fahrzeugdiebstählen musste die Polizei ebenfalls eine Steigerung registrieren. „Das ist ein Thema“, befindet Vieglahn angesichts der 56 gestohlenen Autos aller Marken im Stadtgebiet. Zudem wurden im letzten Jahr 333 Fahrzeuge aufgebrochen. Als Ursache sieht Alder Langenhagens „exponierte Lage“. Er meint die Nähe zur Autobahn sowie die zahlreichen Gewerbegebiete. Die Beute würde häufig in den Ostblock verschoben, sagt der Polizeichef weiter. Auch deshalb sei die Aufklärungsquote mit 16 Prozent eher gering.

Gesunken ist indes die Anzahl der Rauschgiftdelikte in Langenhagen. „Der Trend hat sich umgekehrt“, meint Vieglahn. Doch „wir bleiben bei den Jugendlichen und dem Drogenkonsum wachsam“, betont Langenhagens Polizeichef. Dazu stehe die Polizei auch in engem Kontakt mit den Schulen, „um auf dem Laufenden zu sein“.

Weitere Zahlen

Neun von zehn Körperverletzungen sind im vergangenen Jahr in der Stadt Langenhagen aufgeklärt worden. „Es handelt sich dabei häufig um Beziehungskriminalität“, sagt der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) Rüdiger Vieglahn jetzt bei der Präsentation der Kriminalstatistik als Grund für die 90-prozentige Aufklärungsquote. Allerdings spricht er angesichts der 308 Delikte durchaus von einem sehr „hohem Niveau“.

Eine positive Entwicklung kann die Polizei im Bereich von Waren und Warenkreditbetrugs durch Käufe im Internet verzeichnen. Nach der Spitze im Jahr 2013 mit 505 Delikten sank die Zahl der Straftaten kontinuierlich von 353 auf nunmehr 270 im vergangenen Jahr. Als Grund nennt der Kripochef Sicherheitsvorkehrungen im Zahlungsverkehr, die Unternehmen etwa beim Internethandel in der jüngsten Vergangenheit getroffen hätten.

Von Sven Warnecke

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