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Polizei will Berührungsängste nehmen

Langenhagen Polizei will Berührungsängste nehmen

Die Polizei Langenhagen wertet ihren ersten Kinder- und Jugendtag als vollen Erfolg. Bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntag haben sich mehr als 1300 Besucher im Kommissariat in der Ostpassage ungeschaut - trotz des mehr als widrigen Wetters. Das Ziel ist erreicht: Berührungsängste abbauen.

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Der kleine Paul nimmt zur Probe einmal Platz auf einem Polizeimotorrad. Der Dreijährige ist zusammen mit seinem Vater Jan Konopka nach dem Besuch im Godshorner Wahllokal beim Kinderfest vorbeigekommen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Zum ersten Mal hat die Polizei Langenhagen einen Kinder- und Jugendtag im großen Stil organisiert. Natürlich nicht ohne Hintergedanken. Denn es sollen Berührungsängste abgebaut werden. Zudem gilt es, um Nachwuchs zu werben und natürlich die Präventionsbemühungen in der Stadt forcieren. Doch zunächst sah es am Sonntagvormittag nicht wirklich gut mit der Intention aus - denn pünktlich zum Beginn der Aktion setzte Regen ein.

Doch einige Stunden später hellten sich die Mienen der Verantwortlichen um Langenhagens Polizeichef Andreas Alder auf. Seinen Angaben zufolge hatten sich im Laufe des Tages mehr als 1300 Besucher blicken lassen. Besonders begehrt - Stichwort Gruselfaktor - waren die Führungen durch das Kommissariat, bei denen die Teilnehmer auch einen Blick in die Arrestzellen werfen durften. Die waren aber dem Anlass entsprechend, nicht belegt, wie Polizistin Astrid Körner als Organisatorin des Kinder- und Jugendtages betont. 

Auch Körner, die die Aktion seit nahezu einem Jahr geplant hatte, ist letztlich mit der Besucherzahl am Sonntagnachmittag zufrieden. Allein bei den zwölf Führungen durch die Dienststelle hätten sich jeweils etwa 50 bis 70 Interessierte eingefunden. Bei den Kindern fand neben der Arrestzelle und der Fahrzeugschau vor allen ein Detektivspiel großen Zuspruch. Dabei konnten die Kleinen ihre Spürnasen unter Beweis stellen und als Ermittler einen kniffligen - beinahe echten Fall - lösen, erzählt die Polizeihauptkommissarin.

Angesprochen wurden am Sonntag Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren. Natürlich auch deren Eltern. Der Polizeichef betont, dass die Prävention in der Stadt nicht nur „Lippenbekenntnisse“ sind. Und für jeden Besucher am Sonntag habe sich der gesamte Aufwand gelohnt. Denn der "Abbau der Berührungsängste" stehe als Teil der Präventionsarbeit für die Polizei im Fokus. Aus diesem Grund kann sich Alder durchaus eine Fortsetzung der Aktion vorstellen. Aber angesichts des Aufwandes mit Sicherheit nicht jedes Jahr, schränkt der Polizeioberrat ein.

Für Essen und Trinken sorgen an dem Aktionstag die Johanniter. Deren Nachwuchsorganisation bot Kinderschminken an, die Jazzcombo des Polizeiorchesters Niedersachsen unterstützte mit Musik und die Feuerwehr sorgte mit ihren roten Einsatzautos für einen Farbtupfer an einem eher tristen Septembertag.

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