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Polizei setzt verstärkt auf Kontrollen

Langenhagen Polizei setzt verstärkt auf Kontrollen

Keine Toten, dafür mehr Schwerverletzte: Das ist das Ergebnis der Verkehrsunfallstatistik der Polizei Langenhagen. Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle gestiegen – allerdings sind im vergangenen Jahr auch mehr Verkehrssünden mit Bußgeldern geahndet geworden.

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Die Polizei Langenhagen wird weiter verstärkt den Straßenverkehr kontrollieren, um die Unfallzahlen - etwa durch Alkohol- und Drogenkonsum - weiter zu senken.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Bei der Anzahl der Verkehrsunfälle liegen wir deutlich über dem Schnitt“, sagt Alexander Zimbehl, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD) im Langenhagener Kommissariat. Insgesamt 1646 Mal hat es gekracht – 2014 wurden 1493 Unfälle registriert. „Im Vergleich zu anderen Kommunen ist das immer noch wenig“, sagt Zimbehl und liefert auch gleich eine einfache Erklärung für die vermehrten Unfälle: Die Verkehrsdichte hat im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen.

„Das liegt in erster Linie daran, dass Fahrer bei Stau auf der A2 auf das Stadtgebiet ausweichen“, erläutert er. Unfallschwerpunkte im klassischen Sinne gebe es in Langenhagen hingegen nicht. Vielmehr sind die Hauptverkehrsachsen, wie Bothfelder, Godshorner und Walsroder Straße, gleichermaßen betroffen.

Dennoch kann die Polizei auch eine positive Entwicklung verzeichnen: Erstmals seit 2008 gab es in Langenhagen keinen Verkehrstoten. „Das freut uns besonders“, sagt er. Allerdings ist die Zahl der Schwerverletzten von 19 auf 29 im Jahr 2015 gestiegen. „In der Statistik sind allerdings alle Personen enthalten, die länger als 24 Stunden im Krankenhaus liegen – auch wenn sie beispielsweise nur eine Fraktur an der Hand haben“, sagt Zimbehl.“

Besserungen sind auch bei dem Unfallschwerpunkt Parkplatzrempler zu verzeichnen: Zwar wurden parkende Fahrzeuge noch immer 279 Mal beschädigt, allerdings geschah dies im Vorjahr noch 424 Mal. Betroffen sind vor allem die Bereiche rund um das CCL und am Flughafen. Eine wesentliche Verbesserung gab es aber bei der Aufklärungsrate von Unfallfluchten: Statt 29 konnten 38 Prozent der Verursacher ermittelt werden. „Das war nur möglich, weil einerseits mehr Hinweise bei uns eingegangen sind und wir andererseits die Ermittlungsarbeit verstärkt haben“, sagt Zimbehl. Die Einsatzkräfte wurden geschult, um bei der Spurensuche noch akribischer vorgehen zu können.

Auch die allgemeinen Verkehrskontrollen wurden im vergangenen Jahr deutlich verstärkt – weshalb auch in fast allen Bereichen vom alkoholisierten Fahren bis zum Fahren ohne Gurt mehr Verstöße geahndet werden konnten. Deutlichste Steigerung: Insgesamt wurden 393 Geschwindigkeitsübertretungen gemessen, doch auch Telefonieren und SMS-Schreiben am Steuer hat zugenommen. „Die Ahndungen werden sich hoffentlich positiv auf das Unfallgeschehen auswirken.“

Bei Unfällen sind häufig Radfahrer betroffen

Ganze 91 Mal waren Radfahrer im vergangenen Jahr in Unfälle verwickelt. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. „Dafür sind nicht so viele von ihnen bei den Unfällen verletzt worden“, berichtet Alexander Zimbehl weiter. Oft liege dies auch am Fehlverhalten der Radler selbst – immerhin 346 Personen erwischte die Polizei bei Verkehrsverstößen. Autofahrer waren an 727 Unfällen, LKW-Fahrer an 104 Unfällen beteiligt. Deutlich seltener betroffen seien Fußgänger (30) und Kraftradfahrer (28). „Unfälle mit Mofas, Rollern und Motorrädern ereignen sich nicht mal drei mal im Monat“, sagt Zimbehl.

Von Lisa Malecha

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