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Vier Integrationsprojekte werden gefördert

Langenhagen Vier Integrationsprojekte werden gefördert

Die Region unterstützt vier Integrationsprojekte im Norden Hannovers. In diesem Jahr fließen aus dem Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ knapp 155.000 Euro an 30 Projekte, darunter drei in Langenhagen und eines in Burgwedel. Dafür hat der Regionsausschuss am Dienstag grünes Licht gegeben.

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Der Quartierstreff erhält für das Begegnungsprojekt "Talk-Cafe" einen Zuschuss von der Region Hannover.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen/Burgwedel. Seit sieben Jahren fördert die Region Hannover aus dem Integrationsfonds Vorhaben, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte fördert. „In diesem Jahr hatten wir besonders viele Anträge, die sich auf die Teilhabe von Flüchtlingen beziehen – dieses Thema hatten wir auch als einen möglichen Schwerpunkt benannt“, sagt Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region.

In Langenhagen erhält etwa das Projekt „Talk-Cafe“ im Quartierstreff einen Zuschuss in Höhe von 2900 Euro. Dort wird mithilfe von Ehrenamtlichen die Begegnung von Flüchtlingen und Deutschen gefördert. Die Leiterin des Quartierstreffs, Claudia Koch, freute sich gestern über den positiven Bescheid ihres Antrages und spricht von einer „super Unterstützung“. Mit dem Geld sollen etwa Bücher und auch Sprachlernprogramme angeschafft werden.

Die Stadt Burgwedel wird als Projektverantwortliche mit 1750 Euro gefördert. Dabei handelt es sich um ein Fotografie- und Ausstellungsprojekt. Geflüchtete Männer und Frauen sollen mithilfe einer Fotokamera Bildmaterialien erstellen. Auch die Asiatische Frauengruppe Langenhagen wird mit ihrem Projekt „Deutschland – neue Heimat“ mit 1050 Euro gefördert. Wie bereits in den Jahren 2014 und 2015. Ziel ist, dass bei den Frauen innerhalb der Gruppe und den Aktivitäten unter anderem das Wir-Gefühl und das Selbstwertgefühl gefördert werden sollen.

In Kaltenweide wird der Plan eines öffentlichen Blumen- und Gemüsegarten mit 3700 Euro honoriert. Nach Auskunft von Ortsbürgermeister und Mitinitiator Wolfgang Langrehr sei man bei der Suche nach einem geeigneten Areal schon sehr weit. „Noch sind wir mit der Verwaltung am Verhandeln“, sagt Langrehr am Mittwoch auf Anfrage. Ihm schwebt eine etwa 1000 Quadratmeter große Fläche auf dem Gelände des Interkulturellen Erlebnispark (Ikep) vor. Unter der Regie des Vereins Bürger für Kaltenweide (BfK) soll der öffentliche Blumen- und Gemüsegarten der Integration von Flüchtlingen dienen.

Im Vergleich zu den Vorjahren sind aber weniger Anträge eingegangen: 58 Projektanträge lagen der sechsköpfigen Jury vor. 30 davon wurden als förderungswürdig eingestuft. Regionspräsident Hauke Jagau lobte die Bandbreite der Projekte: „Es ist spannend zu sehen, mit was für unterschiedlichen Ideen Menschen an das Thema Integration gehen.“ Er freue sich über das Engagement. „Das Wichtigste ist, das Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte einander kennen lernen. Nur so können Gemeinsamkeiten entdeckt werden und die Anerkennung füreinander auf beiden Seiten gestärkt werden.“

Von Sven Warnecke

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