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Viele Fragen zu Flüchtlingsunterkünften

Langenhagen Viele Fragen zu Flüchtlingsunterkünften

Sicher ist: Die Region möchte für die Umland-Kommunen Flüchtlingsunterkünfte bauen. Auch in Langenhagen. Wie viele davon, wo und wie groß - diese Details wird die Stadt nach dem Grundsatzbeschluss im Rat mit der Region noch zu klären haben. Erst kommende Woche soll alles festgelegt werden.

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Module, wie sie bereits in Hannover-Linden gebaut worden sind, will die Region auch in den Umlandkommunen errichten. Sie können später auch als preiswerter Wohnraum vermietet werden.

Quelle: Surrey

Langenhagen. Nachdem der Rat einstimmig und ohne größere Diskussion am Montag grundsätzlich seinen Segen gegeben hat, geht es im Rathaus jetzt um die Details. "Wir haben bei der Region erst einmal die bislang bei uns übliche Größenordnung von 60 Personen pro Unterkunft angegeben", berichtete Stadtbaurat Carsten Hettwer am Morgen nach der Ratssitzung. Wie groß die in Rede stehenden Modulbauten tatsächlich werden sollen, müsse noch geklärt werden.

Dies hängt laut Hettwer auch von rechtlichen Aspekten ab und auch von der Frage, wie viel Geld die Stadt für die Vorbereitung der Bauarbeiten investieren muss. So sind beide zunächst in die Diskussion eingebrachten Grundstücke derzeit nicht erschlossen. Sowohl für die Fläche am Friedhof Grenzheide als auch für das Areal Am Moore in Godshorn existieren nur sogenannte Aufstellungsbeschlüsse. Deshalb darf dort bislang nur im Rahmen des vom Land eingeräumten vereinfachten Baurechts für Flüchtlingsunterkünfte gebaut werden. Die Region habe der Stadt jetzt einen Entwurf einer Nutzungsvereinbarung zukommen lassen, in der es auch um Kosten der Bauunterhaltung geht. Darin ist geklärt, was die Region als Eigentümerin künftig zu zahlen hat und was die Stadt als Nutzerin. Auch darüber werde am Donnerstag bei einem Abstimmungstreffen mit der Region zu diskutieren sein. "Es ist offen, ob wir am Ende tatsächlich an den angesprochenen Standorten bauen werden."

"Allerdings stellt die Region für spätere Zeiten eine nachhaltige Nutzung der Areale in Aussicht", sagte Hettwer. Er ist deshalb sehr erfreut, dass die Region sich dazu entschlossen habe, qualitativ hochwertige Gebäude zu errichten. "Die können wir später auch Langenhagenern preiswert anbieten."

Die Stadt wird für die Module später keine Ablöse zu zahlen haben, sie könnte die Gebäude einfach behalten. "Das gilt indirekt auch für alle anderen Objekte, die wir für die Unterbringung von Flüchtlingen kaufen." Laut Hettwer werden die Wohn-Kosten über die Miete langfristig mit der Region abgerechnet.

Der Ortsrat Godshorn will am Montag, 14. März, 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus über das Projekt berichten. Ob es eine Anwohnerinformation auch für die Kernstadt gibt, will Hettwer der Entscheidung des Bürgermeisters Mirko Heuer überlassen. Der ist derzeit jedoch erkrankt.

Von Rebekka Neander

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