Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Köhler: CDU hält sich nicht
 an Absprachen

Langenhagen Köhler: CDU hält sich nicht
 an Absprachen

Die SPD-Spitze ist enttäuscht. Nach zunächst durchaus konstruktiven Gesprächen mit der CDU zu künftigem Ratsvorsitz sind die Christdemokraten doch noch umgekippt , monieren die Sozialdemokraten. Die so gescholtene CDU spricht indes von einem normalen demokratischen Vorgang.

Voriger Artikel
Kunsthandwerkerinnen 
laden zur Kreativ-Zeit
Nächster Artikel
14 Autos werden in Serie aufgebrochen

Schon während der konstituierenden Ratssitzung hat es heftigen Streit zwischen den beiden großen Volksparteien gegeben.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. „Durch die jüngste Ratssitzung ist jegliches Vertrauen zur CDU gestört“, sagt SPD-Fraktionschef Marc Köhler. Mehr noch: Er spricht von dem schlechtesten Start in eine Ratsperiode in Langenhagen. Das sei ein „unmögliches, stilloses Vorgehen“. Köhler berichtet davon, dass seine Partei mittlerweile froh sei, mit den Christdemokraten keine große Koalition eingegangen zu sein.

Was ist geschehen? Köhlers Angaben zufolge hatten sich SPD und CDU – diese nach anfänglichem Bedenken – für Gudrun Mennecke (SPD) als Ratsvorsitzende ausgesprochen. Auch die beiden Stellvertreter Andreas Friedrich (CDU) und Domenic Veltrup (BBL) fanden allgemein Zustimmung. „Wir hatten uns über alle Punkte geeinigt“, sagt der SPD-Fraktionschef.

Diese Vereinbarung wie auch der Zuschnitt der einzelnen Fachausschüsse soll vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Reinhard Grabowsky schriftlich fixiert worden sein. Eine entsprechende E-Mail liegt dieser Zeitung vor. Am Freitag vor der Ratssitzung wurden diese Vorschläge Bürgermeister Heuer überreicht. Abends sei dann der Rückzieher der CDU gefolgt, berichtet Köhler. In der Folge sei Mennecke am Montag bei der Wahl zur Ratsvorsitzenden regelrecht „abgewatscht“ worden, kritisiert er. Stattdessen machte CDU-Mitglied Friedrich auf Vorschlag seiner Partei das Rennen.

CDU-Fraktionschefin Claudia Hopfe sieht das Prozedere ganz anders. Die CDU habe von Anfang an gesagt, dass sie mit allen politischen Gruppierungen im Rat mit Ausnahme der AfD und Linken reden werde, teilt sie auf Anfrage mit. Insofern sei die E-Mail von Grabowsky nicht der endgültige Stand der Dinge gewesen, weil der Austausch mit den anderen Fraktionen und Einzelbewerbern noch nicht stattgefunden habe. Hopfe berichtet davon, das während der Verhandlungen zwischen SPD und CDU Einigkeit geherrscht habe, dass im neuen Rat Mehrheiten nach dem „freien Spiel der Kräfte“ gesucht werden sollen. „Nach diesem Prinzip haben wir uns vor der konstituierenden Ratssitzung verhalten und werden es auch weiterhin anwenden und zukünftig sachbezogene Gespräche mit den anderen Ratsmitgliedern und Fraktionen suchen.“ Die Frage, ob Dritte außerhalb der CDU Einfluss auf die Personalie Mennecke genommen haben könnten, ließ die Fraktionschefin unbeantwortet.

Vom Ausgang der Wahl der Ratsvorsitzenden ist auch Langenhagens Bürgermeister Heuer überrascht worden. Mit ihm habe nach Freitag niemand mehr über anderslautende Wahlvorschläge gesprochen, sagt der Verwaltungschef auf Anfrage. Köhler seinerseits wirft Hopfe und der gesamten CDU nun Unredlichkeit vor.

Von Sven Warnecke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr