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Kreuzung: SPD will drei Spuren

Langenhagen Kreuzung: SPD will drei Spuren

In vielen Dörfern hat man Angst vor zu breiten Straßen - nicht so in Schulenburg: Dort möchte die Stadt die Kreuzung Hannoversche Straße, Bohlwiese und Stadtweg wegen des geplanten Neubaus der Feuerwache verbreitern. Das ist der Ortspolitik aber nicht genug.

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Momentan hat die Kreuzung Bohlwiese/Stadtweg und Hannoversche Straße moderate zwei Spuren insgesamt - damit die Feuerwehr gut wegkommt, soll hier der Verkehr zukünftig mehrspurig fließen, findet der Ortsrat.

Quelle: Zottl

Langenhagen. "Wenn man eh schon baut, warum dann nicht gleich dreispurig?" In zahlreichen kommunalpolitischen Gremien in der Region Hannover hätte die Frage des SPD-Politikers Klaus Gerson vermutlich Irritation oder sogar einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Bei der Sitzung des Ortsrats Schulenburg am Mittwochabend passierte nichts dergleichen. Stattdessen gab es auf der gegenüberliegenden Seite bei der CDU-Fraktion nur geschäftiges Papierrascheln, kurzes beratendes Murmeln - und dann die Zustimmung.

Es sind nur 200 Meter der Hannoverschen Straße, um die es Gerson und seinen Gremiumskollegen nach eigenen Angaben geht: Bisher verläuft die Hannoversche Straße auf Höhe der Kreuzung einspurig je Richtung. Sie verbreitert sich dann kurz vor der Kreuzung mit der Langenhagener Straße, sodass dort eine separate Linksabbiegerspur Platz findet.

Von solchen breiten Fahrspuren war das Dorf bisher nicht betroffen. Das will die Stadt im Zuge der Umgestaltung der Kreuzung nun ändern und die Ortsdurchfahrt auf Höhe von Bohlwiese/Stadtweg moderat aufweiten - von aktuell zwei Fahrspuren insgesamt auf zukünftig drei: In Richtung Süden, also zur Langenhagener Straße, wäre alles beim Alten geblieben, die Gegenrichtung hätte einen zusätzlichen Linksabbieger zum neuen Feuerwehrgelände beziehungsweise zum potenziellen Nahversorger bekommen - der Bau auf grüner Wiese schwebt weiterhin als Option im Raum.

Doch Gerson und dem Fraktionskollegen Grote ging das am Mittwochabend alles nicht weit genug - die Feuerwehr müsse frei agieren können, fanden sie. Sie fordern eine durchgehende zweite Fahrspur für die Fahrtrichtung Langenhagener Straße. "Der Rückstau ist in Spitzenzeiten schon jetzt stark. Da müssen sich nur mal zwei Lastwagen begegnen, dann ist nichts mehr mit freier Fahrt", hieß es. Die Vertreter der CDU-Fraktion schlossen sich dieser Haltung an. Sie forderten zudem die Stadt auf, zu prüfen, ob es nicht sinnvoller sei, anstelle einer neuen Fußgängerampel - diese ist für eine Position nördlich der Kreuzung an der neuen Feuerwache vorgesehen - Kosten zu sparen und die einige Meter weiter stehende Ampel einfach umzusetzen.

Forderungen aus dem Engelbosteler Ortsrat, der in seiner Sitzung am Dienstag bei der Umgestaltung des Kreuzungsbereichs auch den zeitgleichen Umbau des Stadtwegs sowie eine Neupflanzung der zu fällenden Bäume an Ort und Stelle gefordert hatten, nahmen die Politiker gleichmütig zur Kenntnis. "Klingt sinnvoll, aber da halten wir uns raus", war ihr Urteil.

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