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Sanierung des Theatersaals wird teurer

Langenhagen Sanierung des Theatersaals wird teurer

Alles wird teurer - auch die Sanierung des Langenhagener Theatersaals. Zwar hat die Politik die Kosten auf 1,9 Millionen Euro gedeckelt, doch nun steigt nach Auskunft der Stadtverwaltung die zunächst veranschlagte Bausumme um etwa 80000 Euro.

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Auf der Galerie entstehen insgesamt 104 Plätze, verteilt auf vier Stufen. Damit ist von allen Plätzen ein guter Blick auf die Bühne möglich.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Da ist bei der Planung der Sanierung des Theatersaals offenbar so richtig etwas in die Hose gegangen. Die Folge: Die von der Politik auf 1,9 Millionen Euro gedeckelten Kosten steigen um circa 80000 Euro. Das hat im jüngsten Finanzausschuss gar die Rufe nach personellen Konsequenzen ausgelöst.

Doch was ist geschehen? Nach Auskunft der Stadtverwaltung sind für die Steuerung der Beleuchtung des Saals zusätzliche elektronische Bauteile erforderlich, um die Lampen zentral bedienen zu können. Im Zuge des Baus stellte sich dann aber heraus, dass die ursprünglich zu erhaltenden Wand- und Deckenleuchten nicht in die neue Beleuchtungssteuerung einzubinden sind. Deshalb müssen auch sie ausgetauscht werden. Auch die notwendige Beleuchtung der Stuhlreihen war in den Kostenschätzungen nicht enthalten. Alles zusammen bedeutet das nun entsprechende Mehrkosten, die sich die Stadtverwaltung von der Politik im Finanzausschuss absegnen lassen wollte.

Wie Architekt Frank Güsewelle aus der städtischen Hochbauabteilung nun berichtete, war die Kostensteigerung so nicht absehbar. Allerdings hätte es auch Probleme bei der Ausschreibung von Arbeiten gegeben. Ob das möglicherweise auch eine Folge der straffen Haushaltsplanung gewesen sein könnte, ließ er unbeantwortet. Gleichwohl musste die Stadt wegen fehlender Angebote das Gewerk Bühnenbeleuchtung, Audio- und Videotechnik wiederholt ausgeschrieben werden. Doch auch dabei ging nur ein Angebot ein - und überschritt den Kostenrahmen um etwa 17 Prozent. Güsewelle versprach aber, dass die Verwaltung weiter versuche, die Gesamtkosten im von der Politik vorgegebenen Rahmen zu halten. Er erinnerte aber auch daran, dass der Verwaltung mit Blick auf die geplante Fertigstellung im September die Zeit auch wegliefe.

Der unabhängige Ratsherr Wilhelm O. Behrens forderte angesichts der vergessenen Ausschreibung für bestimmte Gewerke, die die Mehrkosten verursachten, um entsprechende Konsequenzen bei den Verantwortliche. Auch BBL-Fraktionschef Jens Mommsen kritisierte die Abfolge der Ausschreibung. "Doch wir müssen die Kröte wohl schlucken", meinte er angesichts der Mehrkosten. Diese hält indes der Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Dirk Musfeldt, "noch als vertretbar". 

Mit diesem Thema, wie auch mit dem von der Stadt geplanten weiteren Bau von preiswertem Wohnraum am Bauernpfad in Krähenwinkel, befasst sich der Langenhagener Rat am Montag, 18. April, um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses in öffentlicher Sitzung.

Von Sven Warnecke

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