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Wahlhelfer können auch verpflichtet werden

Langenhagen Wahlhelfer können auch verpflichtet werden

Die Stadt sucht Wahlhelfer - am liebsten Freiwillige. Denn es soll auch in diesem Jahr nach Möglichkeit darauf verzichtet werden, diese - wie im Gesetz vorgesehen - zu verpflichten. Der Verwaltungschef appelliert an die Bürger, diesen ehrenamtlichen Dienst wahrzunehmen. Denn er mache "total Spaß".

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Sabine Meise erläutert Nico Neujahr die Langenhagener Wahlbezirke.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. In diesem Jahr stehen am 11. September die nächsten Wahlen an. Dafür benötigt die Langenhagener Stadtverwaltung circa 330 Wahlhelfer. Sie müssten nicht nur 18 Jahre alt sein, sondern auch einen deutschen Personalausweis oder den eines anderen EU-Staates besitzen. Außerdem - und das ist ganz wichtig - am Wahltag mindestens drei Monate in Langenhagen wohnen, betont Sabine Meise, über Jahre hinweg als Wahlsachbearbeiterin im Rathaus aktiv.

Doch den Job hat Meise an Nico Neujahr abgegeben. Der 31-Jährige wird von ihr derzeit eingearbeitet. Neujahr hat in Potsdam Verwaltungswissenschaften studiert und weiß die Bedeutung des Ehrenamtes Wahlhelfer einzuschätzen. "Ich wollte das immer schon in Berlin machen", sagt er. Doch dort habe es eine sehr hohe Bereitschaft dazu gegeben, so dass er nie zum Zuge kam.

Das wünscht sich auch Bürgermeister Mirko Heuer für Langenhagen. Er weiß aus eigener Erfahrung: "das macht total Spaß". Dabei ginge es nicht nur um den direkten Kontakt zu den Bürgern, sondern vielmehr schon beim Auszählen erste Tendenzen der Wahl erkennen zu können, wirbt der Verwaltungschef.

"Ich will die Wahlhelferposten immer mit Freiwilligen besetzen", gibt Meise ihrem Nachfolger das Ziel vor. Doch das habe nie immer ganz geklappt, räumt sie ein. Heuer ergänzt, dass er sich durchaus die von Neujahr ins Spiel gebrachten eifrigen Berliner Wahlhelfer zum Vorbild nehme. "Das wäre schön", meint er.

Heuer wie auch Meise erinnern daran, dass die Verwaltung zur Not auch Wahlhelfer bestimmen und zwangsverpflichten könnte - so wie es das Gesetz  vorsieht. Doch das wolle niemand, sagen beide unisono. Jeder könne sich freiwillig melden.

"Interessierte können bei dieser Gelegenheit einen Einblick in die Demokratie – und das auf unterschiedlichen politischen Ebenen – erhalten", wirbt Meise. Denn nicht nur die Wahl zur Regionsversammlung stehe an, sondern auch die für den Rat der Stadt Langenhagen und die fünf Ortsräte. Wer sich für das Ehrenamt entscheide, erhalte sogar eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 35 Euro.

"Ehrenamt ist aber nicht gleich Ehrenamt, von der Beisitzerin oder dem Beisitzer bis hin zur Wahlvorsteherin oder zum Wahlvorsteher gibt es verschiedene Positionen mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten zu besetzen", erläutert Meise weiter. Interessierte können sich sowohl bei Meise wie auch bei Neujahr telefonisch unter (0511) 73 07 92 28 und per E-Mail an wahlamt@langenhagen.de informieren.

Von Sven Warnecke

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