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Auch ein Babysitz wird versteigert

Langenhagen Auch ein Babysitz wird versteigert

Im Keller der Stadt Langenhagen ist jetzt wieder etwas übersichtlicher. Nach neun Monaten sind Fundsachen im Innenhof des Rathauses versteigert worden - und die Resonanz beim Publikum war groß.

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Sebastian Hoffmeister (links) leitet die Versteigerung der Stadt und sein Kollege Uwe Bornkamp hält das Fahrrad.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. "Wir müssen alle Fundsachen nach entsprechenden Vorschriften immer sechs Monate aufheben", berichtete Christian Köster vom Fachdienst Ordnungswesen. Zusammen mit Sebastian Hoffmeister und Uwe Bornkamp versteigerte er nun Fundstücke, deren gesetzliche Aufbewahrungsfrist verstrichen ist.

Babysitz, Bohrmaschine mit Koffer, zwei Navigationsgeräte sowie 38 Fahrräder und ein Kinder-Laufrad kamen so unter den Hammer. Hoffmeister fungierte als Auktionator, registrierte die Gebote der rund 100 Besucher und erteilte die Zuschläge.

Woher aber stammen die Fundsachen? Wer verliert und vergisst denn bloß sein Fahrrad, seinen Kindersitz oder sein Navigationsgerät? "Viele herrenlose Fahrräder werden bei der Polizei abgegeben, die die Räder dann an uns weiterreicht", sagte Köster auf Nachfrage dieser Zeitung. Ein oft zu beobachtendes Phänomen sei jedoch die bewusste Entsorgung. "Viele Leute stellen ihr Fahrrad einfach irgendwo ab und hoffen, dass es jemand mitnimmt." Dabei handele es sich aber nicht um höherpreisige Räder.

Bei der Versteigerung erzielte ein Fahrrad den Tageshöchstpreis von 180 Euro. Hingegen zwei Drahtesel für jeweils einen Euro ersteigerte Dennis Hotop. "Bei einem Euro kann man nichts falsch machen", sagte der Langenhagener lachend. Allein als Ersatzteillager eigneten sich die Räder gut, erklärte der 33-Jährige. Erfolgreich war auch Alex Rosenowski, der seiner zweijährigen Tochter Linda das Laufrad für 2 Euro ersteigerte.

Die Auktion sorgte letztlich für einen Erlös von 1072 Euro. Für die 39 Fahrräder und ein Laufrad nahmen die Stadtbeschäftigten 930 Euro ein. Und für die 16 allgemeinen Fundsache 142 Euro. Hierbei lag das höchste Gebot bei 23 Euro für die Bohrmaschine. "Bei der letzten Versteigerung im Oktober hatten wir insgesamt 938 Euro eingenommen", vergleicht Köster. "Vermutlich lagen die geringeren Einnahmen beim letzten Mal an der geringen Besucherzahl, obwohl wir die gleiche Anzahl an Rädern hatten", ergänzte Köster.

Wer die Auktion im Rathausinnenhof verpasst hat, sollte sich den Oktober vormerken. Dann kommen die nächsten Fundstücke in der Stadt unter den Hammer - und derweil füllt sich der Keller der Stadt wieder.

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Linda freut sich, dass ihr Vater Alex Rosenowski ihr ein Laufrad ersteigert hat.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Von Katerina jarolim-vormeier

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