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Trotz Absage: Haus der Jugend wird weiter saniert

Langenhagen Trotz Absage: Haus der Jugend wird weiter saniert

Die Schockstarre hielt nur kurz: Trotz fehlender Bundeszuschüsse für die Sanierung des Hauses der Jugend soll es dort weitergehen. Nach dem Willen der Stadtverwaltung wird der Nordtrakt abgerissen und neu gebaut. Das sieht die Politik auch so, will die Kosten aber auf 1,2 Millionen Euro deckeln.

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Auch ohne das erhoffte Geld aus Berlin soll es mit der Sanierung am Haus der Jugend weiter gehen. 

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Nur fünf Prozent der an den Bund gestellten Förderanträge sind bewilligt worden. Langenhagen gehört nicht zu den Nutznießern der vom Bundesumweltministerium geförderten Jugendzentren. Das berichtete Stadtbaurat Carsten Hettwer am Donnerstagabend im Stadtplanungsausschuss.

Doch soll die Absage zum Stillstand auf der seit Jahren bestehenden Baustelle am Haus der Jugend führen? Nein ist die klare Antwort der Stadtverwaltung. Dafür hat sie eigens für die Sitzung eine kurzfristige Drucksache mit vier möglichen Szenarien erstellt. Diese reichen von Einstellung der Arbeiten bis hin zur geplanten Vorgehensweise.

Stadt drängt zur Eile

Rückblick: Der Nordtrakt, in dem derzeit vor allem der Verein für Sozialarbeit untergebracht ist, konnte bis auf weiteres nicht saniert werden. Denn das von der Stadt veranschlagte Geld fließt nach einem Eilbeschluss des Rates aus dem November komplett in die Sanierung des Mitteltraktes sowie eines neuen Baus, der künftig den Mittel- und Nordtrakt miteinander verbinden soll. Die Sanierung des Mitteltraktes war im vergangenen Jahr nach einer Explosion der Kosten gestoppt worden und liegt seither auf Eis. Doch in jedem Falle sollte zeitnah der Mitteltrakt wiederhergestellt werden, denn der Verbindungsbau soll das Gebäude künftig bis ins Dachgeschoss barrierefrei erschließen.

Wegen des "eng gestalteten Zeitplans" soll es nach dem Dafürhalten des Stadtbaurats auf der Baustelle am Langenforther Platz weitergehen. Es gebe eben die Möglichkeit der Sanierung des Nordtraktes für einst kalkulierte 700000 Euro - ohne Barrierefreiheit - oder eben den Abriss und Neubau für knapp 1,3 Millionen Euro. "Welche Variante sollen wir weiter verfolgen", fragte Hettwer die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses. Auch, um im Dezember fertig zu werden.

Politik muss noch intern beraten

Da es sich um eine eiligst aufgelegte Tischvorlage der Verwaltung handelte, traute sich Dietmar Grundey (CDU) kein Urteil zu. "Das muss noch besprochen werden", meinte der Christdemokrat. Schließlich konnte das mit der Fraktion noch nicht abgestimmt werden. Da war die SPD schon ein wenig weiter: Man habe sich schon Gedanken gemacht, meinte Wolfgang Langrehr. Seine Partei favorisiere Variante 1 - also die Sanierung des Mitteltraktes inklusive Neubau der Verbindung zum Nordtrakt, der zuvor komplett abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet werden soll. Aber für maximal 1,2 Millionen Euro regte Langrehr eine Deckelung der Kosten an.

Das sei durchaus möglich, stellte Hettwer in Aussicht. Etwa dann, wenn die bislang geplante Größe des neuen Nordtraktes reduziert werden würde. Zu einem Beschluss konnte sich der Ausschuss letztlich nicht durchringen. Gleichwohl wurde der Tagesordnungspunkt - so wie es Langrehr vorgeschlagen hatte - als behandelt gewertet. Nun hat der Verwaltungsausschuss nächste Woche das letzte Wort, wie es mit der millionenschweren Sanierung des Hauses der Jugend weitergeht. Doch die Signale aus der Politik können die Verantwortlichen im Verein für Sozialarbeit zuversichtlich stimmen. Und natürlich auch die vielen Nutzer der städtischen Einrichtung.

Von Sven Warnecke

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