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Müll in der Stadt nervt viele Leute

Langenhagen Müll in der Stadt nervt viele Leute

Müll und nochmals Müll. Überall liegt der Unrat herum. Das monieren nicht nur Anwohner etwa im Bereich des Silbersees, sondern auch diverse Langenhagener Kommunalpolitiker. Dagegen will die Stadtverwaltung nun vorgehen: „proaktiv und reaktiv“. Das kündigt Bürgermeister Mirko Heuer an.

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Wohin man blickt: Der Unrat am Silbersee verteilt sich. Gleichwohl nutzen die Ausflügler der Ordnung halber gerne die kostenlosen Papiermüllsäcke von Aha.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Angesichts der steigenden Temperaturen beginnt nun auch die Freiluftsaison. Das merken vor allem auch die Langenhagener, die sich an beliebten Ausflugszielen, etwa am Silbersee, aufhalten. Doch das liegt weniger am Lärmpegel der Besucher, sondern vielmehr an deren Hinterlassenschaften. Das ist auch in der jüngsten Ratssitzung einmal mehr als deutlich geworden. Ein Anwohner des Bereichs Silbersee monierte den bereits überall herumliegenden Dreck. Der Mann sprach von einer regelrechten „Müllproblematik“, gegen das die Stadt seiner Ansicht nach kein „richtiges Konzept“ habe. Oder wenn es eins gäbe, sei das „verbesserungswürdig“. Er fordert nun ein größeres Engagement, und über Parkranger sowie intelligente Lösungen nachzudenken.

Ihm sprang dann auch der Unabhängigen-Ratsherr Wilhelm O. Behrens indirekt bei. Allerdings meinte Behrens, dass es sich eher um ein „gesamtgesellschaftliches Problem“ handele. Deshalb reiche es nicht, dem Müll mit immer größeren Behältern zu begegnen. Denn dann lande dort noch mehr Hausmüll, meinte er mit Blick auf den Silbersee. Der Rat könne beschließen, was er will. Doch gegen Müll gebe es keine Lösung. Er regte an, dass jeder Langenhagener die Müllsünder direkt auf ihr Fehlverhalten ansprechen sollte.

Auch der Ratsvorsitzende Andreas Friedrich (CDU) musste feststellen, dass die Landschaft zunehmend zugemüllt werden würde. Er erinnerte an die jüngste Stadtreinigung von Freiwilligen erst vor zwei Wochen. Doch bereits jetzt sei er an von ihm selbst gereinigten Stellen wieder vorbeigekommen, die ausgesehen hätten wie zuvor.

Es gebe durchaus ein Konzept, den Müll nicht nur zu beseitigen, sondern möglicherweise das Problem auch in den Griff zu bekommen, betont Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer. So sei er optimistisch, dass die vermutlich bereits im Mai ausgeschriebenen zwei neuen Stellen für Müll-Ranger durchaus Wirkung zeigen könnten. Die beiden Verwaltungsmitarbeiter sollen künftig mit zwei Kollegen einer bereits in Dienst gestellten Sondertruppe für Ordnung sorgen. Diese sei schon jetzt in kurzen Intervallen dabei, etwa am Silbersee Unrat aufzusammeln. Sie würden dort auch am Sonnabendmorgen das Areal für das Wochenende „fit machen“.

In Zusammenarbeit der Müll-Ranger und der Sondertruppe verspricht sich der Verwaltungschef durchaus etwas. So soll die Sondertruppe reaktiv tätig werden – also den Müll aufklauben – und die Müll-Ranger bei Umweltvergehen diese Verstöße mit Verwarngeldern sofort ahnden. Auch abends und am Wochenende, betont Heuer.

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Von Sven Warnecke

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