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Eissportler bangen um Zukunft ihrer Halle

Langenhagen Eissportler bangen um Zukunft ihrer Halle

Die Zukunft der Eishalle an der Brüsseler Straße ist nach wie vor ungewiss: Abriss oder Weiterbetrieb stehen als Optionen im Raum. Doch noch müssen die Kommunalpolitiker darüber beraten. Eine Entscheidung dürfte nicht vor Mitte November zu erwarten sein. Für viele Eissportler ist das zu spät.

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Wie geht es mit der Eishalle in Langenhagen weiter. Die Eissportler der Stadt warten auf Antworten aus der Politik.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Auch der flammende Appell des Langenhagener Eishockeyspielers Jan Kammeyer in der vorigen Ratssitzung wird eine Entscheidung zur Zukunft der Eishalle nicht beflügeln können. Seinen Angaben zufolge seien unter den jährlich etwa 60 000 Besuchern viele Kinder und Jugendliche, die die Halle im Schul- oder Vereinssport nutzten. Gleichzeitig erinnerte Kammeyer aber auch daran, dass die Eishalle die einzige weit und breit sei, die barrierefrei gebaut wurde und deshalb nicht umsonst Stützpunkt der Sledgehockey-Nationalmannschaft sei.

„Die Stadt Langenhagen hat die Möglichkeit, eine 10 Millionen Euro teure Halle weiterzuführen“, warb Kammeyer bei den Kommunalpolitikern um Unterstützung und darum, die sanierungsbedürftige Sportstätte nicht abzureißen. Ihm wie den anderen Eissportlern wäre durchaus bewusst, dass keine Sportstätte ohne öffentlichen Zuschuss zu betreiben sei. „Das betrifft aber auch Sporthallen und Schwimmbäder“, betonte Kammeyer.

„Die Verantwortlichen sollten an die Kinder denken“, ergänzt im Gespräch mit dieser Zeitung Joachim Halfpapp, dessen beide Kinder für den SC Langenhagen auflaufen. „Ich denke, es würde Möglichkeiten geben, wenn man denn die Halle erhalten möchte“, betont er. Er spricht auch von einem „Aushängeschild für die Stadt“, mit dem geworben werden könnte. Ein Abriss indes „wäre Negativwerbung“.

Halfpapp wie auch Kammeyer fordern angesichts der am 1. Oktober bereits begonnenen Eissportsaison eine möglichst rasche Entscheidung zugunsten der Halle. Es bestehe die Gefahr, dass sich weitere Mannschaften auflösten, warnen beide unisono. „Und was hat die Stadt zu verlieren?“, fragt Halfpapp. Nun drohe auch der Verlust von Spitzensport, meint er und hat dabei etwa die Lady Scorpions im Blick. Die Bundesligamannschaft hatte sich angesichts der ungewissen Zukunft bereits anderweitig orientiert und spielt nun am Pferdeturm in Hannover.

Doch eine Entscheidung über die Eishalle – also Weiterbetrieb oder Abriss – wird vermutlich erst im November von den Kommunalpolitikern getroffen. Zunächst soll im Finanzausschuss über das von Bürgermeister Mirko Heuer eingebrachte Eckpunktepapier beraten werden. Damit möchte die Verwaltung von der Politik einen grundsätzlichen Arbeitsauftrag haben, ob mit den bislang bekannten Interessenten in Sachen Fortbestand der Eishalle ernsthaft weiterverhandeln werden soll.

In der Drucksache 2017/384 schlägt die Verwaltung vor, dass der Rat in einem ersten Schritt die Eckpunkte für einen weiteren Hallenbetrieb wie maximaler Zuschuss, Investitionskosten, Nebenkosten oder etwa Übernahmekosten beschließt. „Um überhaupt auf eine Vergleichbarkeit zu kommen und gegebenenfalls einen mündlich avisierten vierten Interessenten auch noch in die Auswahl einbeziehen zu können“, teilt Stadtsprecherin Juliane Stahl mit. Danach könnten die Bewerber ihre Angebote aktualisieren, heißt es in der Drucksache weiter.

Doch ob es so weit kommt, ist fraglich. Denn bereits im Vorfeld hatten sich einige Politiker klar für den Abriss der Eishalle ausgesprochen. Nach dem nächsten Finanzausschuss soll in der darauffolgenden Ratssitzung am 13. November eine Entscheidung über die Zukunft der Sportstätte getroffen werden.

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