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Mensa-Mängel sind weitgehend behoben

Langenhagen Mensa-Mängel sind weitgehend behoben

Üble Gerüche, herauf- und herunterfahrende Jalousien und Probleme mit der Temperaturregulierung: Die Zustände in der nach Passivhausstandard gebauten neuen Mensa sind regelmäßig beklagt worden. Schuld dafür trägt aber in erster Linie nicht die Technik, sondern deren fehlerhafte Installation – und Bedienung.

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Die Mensa des Schulzentrums Langenhagen ist im Passivhausstandard errichtet und weist diverse technische Raffinessen auf.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Suche nach den möglichen Fehlerquellen hat gedauert – genau so lange haben die Nutzer des sogenannten M-Traktes – also der Mensa und der darüberliegenden Klassenräume die dort herrschenden Unzulänglichkeiten moniert. Ob der Klagen hat die Stadtverwaltung Uwe ter Vehn und Achim Achteresch von der Werkstattschule in Hannover als Experten engagiert, um die neuen und nicht ganz billigen Räume – der Bau schlug mit etwa 7 Millionen Euro zu Buche – genau unter die Lupe zu nehmen.

Die Fachleute haben jetzt im Stadtplanungsausschuss ihren Bericht abgeliefert und dabei einiges Erhellendes zu Tage gefördert. So sind die stets im Sommer monierten zu hohen Raumtemperaturen Resultat der falsch eingestellten Belüftungstechnik. Gleiches gilt für die dauerhaft in Bewegung befindlichen Außenjalousien. Als Grund nannten sie die falsch eingestellten sogenannten Windwächter. Auch andere baulichen Probleme wurden diagnostiziert.

Fehler dieser Art könnten bei jedem technisch derart komplexen Neubau passieren, betonte Achteresch. Zudem habe es Bedienungsfehler gegeben: So hätten die Nutzer etwa das Prinzip der Belüftungsanlage falsch verstanden – und sie falsch bedient. Zudem hätten die beauftragten Monteure seinerzeit die komplexe Technik fehlerhaft anschlossen. In der Folge wurde im Sommer warme Luft in die Räume geblasen und im Winter kalte, berichtet Achteresch, der für die Fehleranalyse mehrere Hundert Stunden in der Mensa verbracht hatte. Diese Mängel wurden inzwischen behoben.

Gerade mit Blick auf die Schulneubauprojekte in Langenhagen wollen weder die Fachleute noch die Stadtverwaltung und Teile der Politik das Prinzip Passivhaus verteufelt wissen. Auch bei den anstehenden Planungen solle auf diese Technik nicht verzichtet werden. Entscheidend sei, dass Lehrer und Haustechniker entsprechend geschult sind. Die beiden externen Experten zeigten sich deshalb auch verwundert, dass bei den von ihnen angebotenen Schulungen so gut wie kein Pädagoge von Gymnasium oder IGS erschienen war.

Doch nicht nur das sei ein Problem, sondern auch die mit Blick auf die Kosten tariflich immer weiter herabgestuften Hausmeister, meint ter Vehn. Denn das habe zur Folge, dass sich weniger Bewerber aus technischen Berufen auf eine Stelle bewerben würde. Doch gerade das sei wichtig, um die komplexe Haustechnik auch zu verstehen und bedienen zu können, mahnte der Experte.

Von Sven Warnecke

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