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Waltraud Krückeberg hat Stadt weiter im Blick

Langenhagen Waltraud Krückeberg hat Stadt weiter im Blick

Mehr als 15 Jahre hat Waltraud Krückeberg die Geschicke der Stadt als Bürgermeisterin gelenkt - ehrenamtlich. Nachdem sie Beruf und Politik hinter sich gelassen hat, konnte sich die heute 85-Jährige der Literatur zuwenden. Und: Von ihrer Wohnung aus hat sie die Vorgänge in Langenhagen noch immer im Blick.

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Waltraud Krückeberg widmet sich in ihrem Ruhestand der Literatur.

Quelle: Oehlschläger

Langenhagen. Die Wohnung ist aufgeräumt, hell und freundlich. Sonnenschein dringt durch die großzügig vorhandenen Fenster, die im ersten Stock aus der Hausfassade hervorragend eine Art Wintergarten bilden. Dort steht auch ein Sessel, Tageszeitungen liegen auf einer Ablage daneben. An den Wänden stehen Regale, in denen fein säuberlich Bücher aneinandergereiht sind.

"Ich bin mit Büchern groß geworden", erzählt Waltraud Krückeberg. Doch nach ihrem Umzug 1966 nach Langenhagen hat sich vieles geändert. Bereits zwei Jahre später ist sie in den Rat der Stadt gewählt worden, 1986 wurde sie die letzte ehrenamtliche Bürgermeisterin, und damit zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit auch noch ehrenamtlich aktiv. So wachte sie mehr als 15 Jahre über die Stadt - und verdiente quasi "nebenbei" noch ihren Lebensunterhalt.

Inzwischen ist sie zu den Büchern zurückgekehrt. Neben den Gesprächskreisen treffe man sie auch regelmäßig im Literaturzirkel der Volkshochschule, erzählt Krückeberg, die kürzlich ihren 85. Geburtstag gefeiert hat. Dort diskutiert sie mit anderen Teilnehmern die Werke verschiedener Autoren. "Das ist schön, weil man immer etwas neues hört", sagt Krückeberg. Als sie noch tagsüber berufstätig und zusätzlich als Bürgermeisterin aktiv gewesen war, ging das nicht. "Da hatte ich nicht so viel Zeit", sagt die 85-Jährige.

Inzwischen genießt sie ihre Freizeit und geht ihren Interessen nach. Mit Freunden und Bekannten aus verschiedenen Kreisen hat sie beispielsweise einen Frühstückstreff gebildet. Lediglich zur Lebenshilfe für geistig und mehrfach behinderte Menschen in Langenhagen und Umgebung hält sie noch Kontakt. Diese hatte sie 1968 mitbegründet. Nun lobt sie die Arbeit von Reiner Weidler, ihrem Nachfolger als Vorsitzende der Lebenshilfe. "Ich glaube, wir haben in Langenhagen eine ganze Menge erreicht", resümiert Krückeberg.

Die Geschehnisse in Langenhagen hat die ehemalige Bürgermeisterin weiterhin sehr genau im Blick. Nach dem Ende ihrer Tätigkeit im Rat sei ihr aber klar gewesen, dass sicht dort nun andere Protagonisten berieten, sagt sie. Die Berichte in den Medien verfolge sie jedoch noch immer aufmerksam. Und von ihrem Sessel an den Fenstern kann sie beinahe bis zum Rathaus sehen. "Ich verfolge alles", sagt sie.

Von Nils Oehlschläger

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