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Wenig Interesse an Rieselfeldern?

Langenhagen Wenig Interesse an Rieselfeldern?

Die städtischen Pläne zur Umgestaltung der Rieselfelder lösen positive Reaktionen aus – gleichwohl nur bei wenigen Langenhagenern. Denn nur zwei Ehepaare sind am Dienstagabend bei der öffentlichen Präsentation der Umbauideen im Rathaus erschienen.

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Kaum Interesse: Die Stadtverwaltung stellt vor nahezu leerer Kulisse die Pläne für die Rieselfelder vor.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Neue Wegeachsen, Feucht- und Blühwiesen, Strauch- und Baumreihen, Spielareale mit natürlichen Materialien, Fitnessgeräte für sportlich Aktive, Liegewiesen, eine kleinere Hundewiese, Stauden- und Getreidefelder: Die Stadtverwaltung hat nach dem politischen Beschluss, die Rieselfelder von möglicher Wohnbebauung freizuhalten, einen umfangreichen Plan erstellt, wie das Areal zwischen Eichenpark und Theodor-Heuss-Straße in Zukunft aussehen könnte. Oberstes Ziel: den offenen Charakter der Flächen in großen Teilen erhalten. Das Ergebnis haben die Planer am Dienstagabend nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Allerdings haben nur zwei Ehepaare dafür den Weg ins Langenhagener Rathaus gefunden.

„Uns interessiert schon, was in der Nähe passiert“, begründete etwa Klaus Reich sein Kommen. Genau das hatte sich Rathausmitarbeiterin Ursula Schneider so auch vorgestellt – aber mit mehr Resonanz gerechnet. „Wir wollen von den Bürgen ein Feedback bekommen“, sagte die Leiterin der Abteilung Stadtgrün über den Sinn der Veranstaltung. „Die Wünsche sollen in die weiteren Überlegungen einbezogen werden“, betonte Schneider. Denn es handele sich bislang lediglich um einen Vorentwurf. „Details müssen noch erarbeitet werden.“

Was dann Stephanie Koll von der städtischen Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe präsentierte, erntete bei den wenigen Zuschauern breite Zustimmung. Sowohl Karin und Klaus Reich als auch Regina und Helmut Appuhn fanden den Entwurf gelungen. „Toll, dass an alle und alles gedacht wurde“, kommentierte Karin Reich die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. „Die Vielseitigkeit ist wirklich erfreulich“, ergänzte Regina Appuhn. Gleichwohl forderte sie, mehr natürliche Wiesen anzulegen. Denn diese seien heute weitgehend aus der Landschaft verschwunden.

Die diagonale Wegeachse zwischen der Theodor-Heuss-Straße und dem Zentrum sowie die Einbeziehung des alten Friedhofs der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt samt der historischen Baumallee fand ebenfalls Gefallen. Beide Wegstrecken sollen für eine Verbindung in die Innenstadt sorgen.

„Dass der Park erhalten bleibt und nicht bebaut wird, ist wichtig“, fasste es schließlich Klaus Reich zusammen. „Ich würde das noch gern erleben“, sagte seine Ehefrau mit der Hoffnung auf eine rasche Umsetzung der Pläne. Damit allerdings sprach sie einen bislang noch wunden Punkt an. Denn einen Zeitplan gibt es noch nicht. Der Umbau ginge nur abschnittsweise, sagte Schneider, so, wie die Politik das für die Umgestaltung notwendige Geld bewillige. Genau aus diesem Grund forderte Ricky Stankewitz, Vorsitzender des Naturschutzbundes Langenhagen und von der Region bestellter Naturschutzbeauftragter der Stadt, eine Zielvorgabe von fünf bis zehn Jahren, in denen die Umgestaltung abgeschlossen sein sollte. Der von den Plänen ebenfalls überzeugte Naturschützer ermahnte die Politiker, nach Lippenbekenntnissen jetzt auch Taten folgen zu lassen.

Von Sven Warnecke

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