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Dreisprachiger Gruß für die neuen Mieter

Langenhagen Dreisprachiger Gruß für die neuen Mieter

Seit 20 Jahren setzt sich der Mieterbeirat am Sollingweg für die Bewohner ein – schlichtet bei Streit, hilft bei Fragen, begrüßt Neue. Nun haben alle gemeinsam gefeiert.

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Als Mieterbeirat kümmern sich Margot Löffel (von links), Alvina Egorov und Gazel Gin um das Zusammenleben am Sollingweg.

Quelle: Bismark

Langenhagen. Sie begrüßen jeden neuen Mieter, schlichten bei Streitigkeiten und sorgen dafür, dass die Gebäude und Grünanlagen am Sollingweg sauber bleiben: Margot Löffel, Alvina Egorov und Gazel Gin arbeiten dort ehrenamtlich als Mieterbeirat. Dieser besteht inzwischen seit genau 20 Jahren - für das Trio und Sozial- arbeiterin Rebecca Brandes ein Grund, alle Bewohner zu einem Hoffest einzuladen.

„Von uns dreien bin ich als einzige von Anfang an dabei“, sagt Löffel und blickt auf Mitte der Neunzigerjahre zurück. Damals endeten die Bauarbeiten am Sollingweg, und die Firma Steinbrecher vermietete die insgesamt 186 Wohnungen mit einer Größe von 1,5 bis fünf Zimmern. „Alles lief durcheinander, nichts war organisiert“, erinnert sich Löffel. Einige Engagierte hätten sich deshalb auf den Weg gemacht, um sich bei der Stadt die dringend benötigte Hilfe zu holen. Diese gab es auch - mit einem Sozialarbeiter. Vor allem aber gab es den Hinweis, die Mieter sollten einen Beirat wählen, der ihre Interessen vertritt. „Und da hatte ich auch schon den Posten“, sagt Löffel und schmunzelt.

Beim Hoffest liefen viele der Fäden zusammen, sei es bei Tombola, Musik, Grillen oder Kuchenbüfett. Zu den Aktionen, die die Organisatoren vor dem Haus anboten, gehörten auch eine Hüpfburg, das Maja-Mobil mit Spielen sowie Autos von der Polizei und den Johannitern.

Dass der Mieterbeirat einmal nicht mehr benötigt wird, glaubt Löffel nicht: „Es gibt jetzt ja sehr häufige Mieterwechsel, da brauchen die Leute doch einen Ansprechpartner.“ Deshalb achte das Gremium auch darauf, dass von den drei Mitgliedern die wichtigsten Sprachen - deutsch, türkisch und russisch - beherrscht würden. „Damit können wir die Hemmschwelle senken, weil wir die Leute einfach besser verstehen“, weiß Löffel aus Erfahrung.

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