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Ein Dorf sagt: Willkommen, Flüchtlinge!

Kaltenweide Ein Dorf sagt: Willkommen, Flüchtlinge!

Im Vorfeld der Errichtung der geplanten Flüchtlingsunterkunft am Pfeifengrasweg wollen die Mitglieder des Arbeitskreises den Schwung des Erfolges nutzen und nun das direkte Gespräch mit allen Nachbarn suchen.

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In Kaltenweide wir über die Errichtung eines Flüchtlingsheims diskutiert.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Bei seinem ersten Treffen hatte der Arbeitskreis noch ein gutes Dutzend Mitglieder. „Jetzt hat er sich verdoppelt.“ Markus Villwock, Vorstandsmitglied des Vereins Bürger für Kaltenweide (BfK) und Sprecher des Arbeitskreises Flüchtlinge, ist beeindruckt.

Für Montag hatte sich der Arbeitskreis verabredet, um über den beschleunigten Bau einer Flüchtlingsunterkunft am Pfeifengrasweg zu beraten. „Aus Versehen ging die Einladung an den großen Mail-Verteiler und dann saßen da plötzlich 40 Leute“, bilanzierte Villwock am Mittwoch. Was ihn und seinen Vorstandskollegen Marco Rösler vor allem beeindruckt hat: „Die sind geblieben, haben ihre Stimmung, ihre Bedenken und auch ihre Ängste geschildert“, sagt Rösler. „Und am Ende wollen die Allermeisten die Flüchtlinge willkommen heißen. Und sie wollen, dass es gut wird.“ Der Arbeitskreis selbst hat seither 25 Mitglieder.

Zeuge dieser Versammlung wurden neben Vertretern aus Politik, der Johanniter und des Vereins Gemeinsam Leben in Langenhagen auch Bürgermeister Mirko Heuer. „Wir werden uns darüber Gedanken machen“, sagte Heuer später auf Nachfrage, „ob und wie wir das Entgegennehmen von Spenden künftig in den Ortschaften organisieren können.“ Denn eines hat sich bei dem Treffen auch gezeigt: Die Kaltenweider wollen sich gerne um all jene Hilfsbedürftigen kümmern, die am Weiherfeld einquartiert werden (einen Termin gibt es noch nicht). Doch je enger die örtliche Anbindung und Identifikation funktioniere, umso nachhaltiger könne das Engagement aufrechterhalten bleiben, betont auch Villwock.

Der BfK will in den Herbstmonaten nun die Nachbarn der geplanten Unterkunft aufsuchen und diese nach ihren Wünschen oder auch Befürchtungen befragen. „Wir werden die Meinungen nur sammeln und nichts politisch diskutieren“, betont Villwock. Fragen sollen an die Stadt weitergeleitet werden. „Je nach Art und Zahl der Fragen werden wir später entscheiden, wie die Antworten übermittelt werden“, sagt Rösler. Unter Umständen wird es dann eine weitere Anwohnerversammlung geben. Mit einer Einladung über den großen Verteiler - dann aber absichtlich.

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