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Ein Wunschbaum für Flüchtlinge

Langenhagen Ein Wunschbaum für Flüchtlinge

63 Flüchtlingsfamilien mit 140 Kindern leben zurzeit in Langenhagen. Die Elisabeth-Kirchengemeinde und die Stadt haben sich zusammengetan, um den Menschen zu Weihnachten eine Freude zu machen.

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In der Elisabethkirche steht kein normaler Weihnachtsbaum, sondern vielmehr ein Wunschbaum.

Quelle: Gerko Naumann

Langenhagen. Hübsch geschmückt steht er da, der Weihnachtsbaum in der Elisabethkirche. Dazu haben vor allem die Jungen und Mädchen der Elisabeth-Kita beigetragen, die Karten und Sterne gebastelt und aufgehängt haben. Allein zur Zierde dient die Tanne in diesem Jahr allerdings nicht. Pastorin Bettina Praßler-Kröncke hatte die Idee, sie spontan zu einem Wunschbaum zu erklären.

Die Gemeinde sucht auf diese Weise Menschen, die eine Patenschaft für eine der aktuell 63 Flüchtlingsfamilien in Langenhagen übernehmen und ihnen eine Freude machen wollen. „Gerade zu Weihnachten sollte man etwas Licht an die Menschen weitergeben, die gerade eine dunkle Zeit durchmachen“, sagt Praßler-Kröncke.

Und das geht ganz einfach: Wer helfen will, spendet 25 Euro. Damit wird ein Gutschein für die Langenhagener Famila-Filiale an der Hans-Böckler-Straße gekauft. An dieser Stelle kommt Susanne Waas-Hanssen von der Stadtverwaltung ins Spiel. Sie ist mit der Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern betraut und wird die Gutscheine am Ende der Aktion, die bis zum 14. Dezember geht, überreichen. Sie betont, dass es wichtig sei, die Beschenkten wählen zu lassen, was sie sich kaufen wollen. „Diese Lösung ist praktikabel, weil die Menschen sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben“, weiß Waas-Hanssen aus Erfahrung.

So können Sie bei dieser Aktion mitmachen

Es gibt verschiedene Wege, bei der Weihnachtsaktion der Elisabethgemeinde zu helfen. Während des Weihnachtsmarktes am Wochenende ist die Kirche geöffnet. Dort können sich Interessierte einen Anhänger vom Wunschbaum nehmen und sich in die daneben liegende Liste eintragen. Die 25 Euro für den Gutschein werden außerdem im Gemeindebüro und im Pfarrhaus (Kirchplatz 5) angenommen. In diesem Fall kümmern sich die Mitglieder der Gemeinde um den Kauf des Gutscheins und um das Verpacken. Wer das lieber selbst übernehmen will, kann den Gutschein auch direkt bei Famila kaufen und mit einem Weihnachtsgruß versehen einpacken – und anschließend abgeben. Auch an der Kakaostube und am Glühweinstand der Kirchengemeinde auf dem Weihnachtsmarkt werden die Spenden entgegengenommen. Auf Wunsch stellt die Gemeinde eine Spendenbescheinigung aus.

Von Gerko Naumann

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