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Einbrüche schrecken viele auf

Langenhagen Einbrüche schrecken viele auf

Die Einbrüche gehen in Langenhagen in Serie. Der Polizei ist klar: Unsere Bürger sind besorgt. Mit einem kostenlosen Informationstag im Citycenter machen die Beamten auf Möglichkeiten zum Schutz aufmerksam. Ihre wichtigsten Tipps.

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Karl-Wilhelm Meyer nutzt das Beratungsgespräch mit Uwe Bollmann, um sich über die Sicherheit von Fenstern zu informieren.

Quelle: Bismark

Langenhagen. Karl-Wilhelm Meyer hat seine Fenster bereits mit abschließbaren Fenstergriffen ausgestattet. Auch eine Leiter steht nicht mehr offen im Garten herum, damit sich Einbrechern nicht eine schnelle Möglichkeit zum Einsteigen bietet. „Einiges habe ich schon beachtet, doch ich denke, das reicht nicht aus“, sagt der Langenhagener, der den Informationsstand der Polizei im City-Center gezielt aufsuchte. Das Video stammt von einer Veranstaltung im vergangenen Jahr.  „Ich will mich jetzt umfassend beraten lassen, nachdem bei einer Nachbarin eingebrochen wurde“, sagt Meyer.

Seine Haltung entspricht der vieler Interessenten, wie der Polizist Uwe Bollmann sagte. „Gerade wenn in der unmittelbaren Nähe jemand das Opfer eines Einbruchs geworden ist, kommen die Leute zu uns“, weiß er aus Erfahrung. Zu uns - das bedeutet in diesem Fall zur Spezialeinheit technische Prävention. Deren Mitarbeiter, darunter Michael Nickel und Beamte des Langenhagener Kommissariats, zeigten den CCL-Kunden gestern unter anderem, wie schnell geschickte Langfinger ein Fenster aufhebeln oder eine Tür aufsperren. „Beängstigend“, sagte Nicole Bathke. Ausgestattet mit etlichen Informationsblättern verließ sie den Stand. Dass gute Sicherheitseinrichtungen durchaus Sinn haben, konnten die Beamten aus der Flughafenstadt mit einem aktuellen Beispiel dokumentieren: So scheiterten Einbrecher zwischen Mittwoch, 20 Uhr, und Donnerstag, 9.30 Uhr, an der Terrassentür eines Einfamilienhauses am Gieseckenkamp. „Die Tür verhinderte ein Eindringen“, sagte Polizeisprecher Klaus Waschkewitz. Er bezifferte den Schaden an der Tür auf 250 Euro.

Dem Auftakt im CCL sollen weitere Präventionsangebote folgen. Unter anderem wollen Polizei und Präventionsrat mit Bannern auf Hauptverkehrsstraßen auf die Gefahr hinweisen - und Nachbarn sensibilisieren, aufeinander zu achten.

Wichtige Tipps zum Thema Sicherheit

Weder Hund noch Nachbar noch Rolläden helfen, wenn es darum geht, sein Haus zu sichern. Das ist eine der vielen Erkenntnisse, die die Kommissare Michael Nickel und Michael Fritsch unseren Lesern verschaffen möchten. „Unsere Hunde sind zu friedlich und die Nachbarn werden auch nicht 24 Stunden am Tag ihre Fenster bewachen“, erläutert Fritsch. „Und heruntergelassene Rollläden signalisieren einfach nur: Hier ist niemand zu Hause.“ Abhalten können sie die Einbrecher meist eh nicht.

Aber was hilft dann? Das empfehlen die Kriminalhauptkommissare:

  • Tür abschließen : Eine Tür, die nur zugezogen ist, lässt sich mit einem verbogenen Draht in Sekunden öffnen. Einbrecher haben leichtes Spiel, wenn die Bewohner gerade im Garten, unter der Dusche oder im Keller sind.
  • Anwesenheit vortäuschen: Abends Licht in mehreren Räumen brennen lassen. Bei Abwesenheit die Türklingel ausstellen, weil Einbrecher dann nicht sicher überprüfen können, ob vielleicht doch jemand da ist. Eine zweite Türklingel mit einer Aufschrift anbringen, die suggeriert, dass auch tagsüber jemand im Haus ist - beschriftet mit „Büro“, „Praxis“ oder „Agentur“.
  • Polizei rufen: Sie haben in der Nachbarschaft eine Fensterscheibe klirren gehört? Jemand hat unter fadenscheinigem Vorwand bei Ihnen geklingelt und weigert sich, seinen Ausweis zu zeigen? Informieren Sie die Polizei über 110. „Wir schicken dann eine Streife und gucken nach. Das kostet Sie nichts“, sagt Fritsch. Schon häufig seien Täter auf diese Weise gefasst worden.
  • Fenster und Türen sichern: Nicht allein auf die Beratung der Handwerker vertrauen, sondern auf zertifizierte einbruchhemmende Türen und Fensterrahmen bestehen.
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