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Seit 100 Jahren Blindenhundausbildung

Langenhagen Seit 100 Jahren Blindenhundausbildung

Seit 100 Jahren werden Blindenhunde in Deutschland ausgebildet. Diesem Jubiläum widmet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) eine Wanderausstellung. Sie ist ab 1.Februar in der Langenhagener Volkshochschule zu sehen.

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Bis heute verlassen sich Menschen mit Sehbehinderungen auf die Hilfe ihrer vierbeinigen Freunde.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. Die Ausstellung "Helfer auf vier Pfoten" kommt nach Langenhagen. Anlass ist das 100-jährige Bestehen der Blindenführhundausbildung in Deutschland, teilt Shirin Schikowsky, Programmbereichsleiterin an der Volkshochschule (VHS), mit. Die Schau ist vom 1. bis 10. Februar im VHS-Treffpunkt, Konrad-Adenauer-Straße 17, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie nachmittags von 15 bis 20 Uhr zu sehen.

Zur Eröffnung und Einführung in die gezeigten Exponate  werden am Mittwoch, 1. Februar, um 18 Uhr der Fachgruppenleiter Blindenführhunde des Blinden – und Sehbehindertenvereins Bremen, Volker Schilling, mit Blindenhund Merlin erwartet.

Rückblick: Im Oktober 1916 übergab der Deutsche Verein für Sanitätshunde den ersten systematisch ausgebildeten Blindenführhund an den Kriegsblinden Paul Feyen. 100 Jahre später würdigt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) dieses Ereignis mit der Wanderausstellung. Zu sehen sein werden spannende historische Fakten zur faszinierenden Partnerschaft zwischen Mensch und Tier. Außerdem gibt es Informationen zur Ausbildung von Blindenführhunden und Hinweise, was Sehende tun können, um dem Team von Hund und Mensch die Arbeit zu erleichtern.

Die Gründung 1916 hatte einen durchweg ernsten Hintergrund: Immer mehr Soldaten erblindeten im Ersten Weltkrieg. In den folgenden Jahren profitierten zunehmend aber an Blinde von den "Helfern auf vier Pfoten". Führhunde sind aber nicht nur sehende Assistenz. "Sie sind Hilfsmittel mit Seele, berichtet Schikowsky. So böte ein Führhund Hilfe sowie Freundschaft und stehe seinem Halter rund um die Uhr zur Verfügung – ein Leben lang. "Das macht ihn einzigartig", meint die VHS-Programmbereichsleiterin. Denn selbst die sich stetig weiterentwickelnden Technologien könnten die Leistungen eines Führhundes allenfalls ergänzen, aber keinesfalls ersetzen.

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Der im Ersten Weltkrieg erblindete Paul Feyen war in Deutschland der erste, der einen Blindenführhund erhielt.

Quelle: Privat

Von Sven Warnecke

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