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Eine Stadt sucht nach Räumen

Langenhagen Eine Stadt sucht nach Räumen

Mit Hochdruck sucht die Stadt derzeit nach Möglichkeiten, schnellstmöglich an gebrauchte Schulcontainer zu kommen. Parallel läuft bei der Stadt eine Welle der Hilfsbereitschaft an, Bürger melden Alternativstandorte. Allerdings zeigt ein erster Blick in die Akten auch: Hinweise auf Mängel gab es bereits in den Siebziger- und Achtzigerjahren.

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Schüler nehmen sich an der IGS Langenhagen kostenlos bereitgestellte Exemplare der Zeitung, um sich über den bevorstehenden Abriss von Teilen des Schulzentrums zu informieren.

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. Der drohende Abriss des Gymnasiums und eines IGS-Teils wegen fehlenden Brandschutzes ist beherrschendes Thema im Rathaus. Mit Feuerwehr, Brandschutzgutachter und Architekten werden auch in den Ferien alle Ergänzungen gesammelt, mit denen die Sicherheit der Schüler in den Trakten A, C und H gesteigert werden kann. „Es gibt niemanden, der für diese Gebäude noch eine Genehmigung erstellen wird“, betont Stadtbaurat Carsten Hettwer. Wenn die Stadt dort also Unterricht zulässt, dann „in Verantwortung des Bürgermeisters, der beiden städtischen Dezernenten und der beiden Schulleiter“. Zudem werden die Trakte B, E, F und G noch einmal genauer untersucht. Davon unbenommen soll die Region das vorliegende Gutachten bewerten.

Im Zentrum aber steht die Suche nach gebrauchten Unterrichtsmodulen. „Die wären schneller schlüsselfertig, als wenn wir neue bestellen“, sagt Heuer. Bei den Schulleitern sowie unter der von der Stadt genannten E-Mail-Adresse Stadtverwaltung@Langenhagen.de laufen derzeit bereits viele Vorschläge für Alternativstandorte ein. „Sobald wir freie Räume haben, werden wir Klassen auslagern“, sagt Hettwer. Zudem sollen Fachräume der intakten Schultrakte zu Klassenräumen umgewidmet werden.

Hintenan gestellt ist derzeit die Ursachenforschung. „Das ist aber kein Problem“, sagt Heuer. „Die Verwaltung vergisst da nichts.“ Bereits ein erster Blick in die Akten zeige aber, so Hettwer, dass die Stadt dieses Thema noch beschäftigen wird. „Bereits in den Siebziger- und Achtzigerjahren hat es Hinweise gegeben, dass sich Rauchgas schneller im Gebäude verbreitet hat, als es hätte sein dürfen.“ Diesen Funden werde man zu gegebener Zeit nachgehen.

Hoffnung, die Stadt könne jemanden dafür in Regress nehmen, macht sich jedoch niemand. „Nach unserer derzeitigen Kenntnis verjähren solche Dinge nach 30 Jahren“, sagt Hettwer. „Darüber sind wir so weit hinaus, dass wir in diese Richtung derzeit nicht forschen.“ Das damals verantwortliche Staatshochbauamt existiere nicht mehr, auch der Landkreis Hannover nicht. Niemand der damals Verantwortlichen sei noch im Dienst. Der beim Bau verantwortliche Stadtdirektor Karl-Heinz Brand ist bereits verstorben.

Schulleiter bündeln Fragen

Die Stadt bittet Eltern, die Fragen haben oder Vorschläge für Alternativräume, diese über die Schulleitung an die Stadt zu richten. Zudem ist sie per E-Mail an Stadtverwaltung@Langenhagen.de erreichbar. Noch in Arbeit ist ein elektronischer Brief, der interessierte Bürger automatisch mit Neuigkeiten zum Schulzentrum versorgen soll, sowie die Vernetzung über soziale Medien.

Wer Räumlichkeiten nennen kann, möge laut Stadtverwaltung bitte bedenken, dass ein Klassenraum über mindestens 56 Quadratmeter verfügen muss. Zudem benötige ein kompletter Jahrgang sechs dieser Räume.

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