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Einstige Kirche wird abgerissen

Langenhagen Einstige Kirche wird abgerissen

Grünes Licht für einen Neubau: Sowohl das Landeskirchenamt als auch das Kirchenkreisamt haben dem geplanten Neubau des Emmaus-Gemeindehauses zugestimmt.

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Das alte Gemeindehaus soll nach dem Willen des Kirchenvorstands einem neuen, praktischeren Gebäude weichen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Das Landeskirchenamt und das Kirchenkreisamt beteiligen sich zusammen mit maximal 460.000 Euro, die Kirchengemeinde steuert selbst 260.000 Euro bei. Doch nun steht erst einmal ein Architektenwettbewerb an.

Zu alt, viel zu groß und energetisch absolut unzureichend: Die Verantwortlichen der Emmauskirche wollen sich von ihrem Gemeindehaus - der ehemaligen Kirche - am Sonnenweg trennen. Und das lieber heute als morgen. So lautete der Plan bereits im vergangenen Jahr. Zunächst war allerdings unklar, ob das Gebäude aus dem Jahr 1956 nur saniert oder komplett abgerissen werden soll.

Doch nun steht fest: Es darf abgerissen werden. Denn die zu großen und zu hohen Räume sind nicht nur unpraktisch, sondern mit den vielen Stufen auch alles andere als behindertengerecht. Nach Auskunft der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes der Emmausgemeinde, Elke Zach, hat auf Antrag sowohl das Landeskirchenamt wie auch das Kirchenkreisamt für den Abriss seinen Segen gegeben. Zugleich stellen die Institutionen auch eine Beteiligung an den Kosten von jeweils 230.000 Euro in Aussicht.

Emmaus steuert aus eigener Tasche noch einmal 260.000 Euro bei. Dieses Geld stammt unter anderem aus dem Verkauf des alten Hortgebäudes an die Langenhagener Tafel. Also kann auf eine Gesamtsumme von 720.000 Euro zurückgegriffen werden. „Ich hoffe, dass wir damit ordentlich bauen können“, meint Zach. Ihren Angaben zufolge stehen nun aber zunächst Planungsaufgaben an. Dabei soll unter anderem die Frage beantwortet werden, wie das Raumprogramm aussehen soll. Ihr schweben etwa 230 Quadratmeter Nettogrundfläche vor - alles ebenerdig.

Sobald das Raumprogramm feststeht, soll es einen Architektenwettbewerb geben. Dieser sei in enger Absprache mit dem Amt für Kunst- und Denkmalpflege der Landeskirche geplant, betont Zach. Damit sich das neue Gebäude auch in das bestehende Ensemble einfüge, ergänzt Pastorin Marieta Blumenau. Ihren Angaben zufolge würden die nächsten Monate eine „spannende und kreative Zeit“.

Gleichwohl: Bei dem einen oder anderen Mitglied der Emmauskirchengemeinde könne bei dem Gedanken an Abriss der einstigen Kirche schon ein komisches Gefühl aufkeimen. Das wissen auch Zach und Blumenau. Vor allem für die, die dort Taufe, Konfirmation oder etwa Hochzeit gefeiert haben. Doch genau deshalb sollen die Gemeindemitglieder „informiert und mitgenommen“ werden, betont die Vorsitzende.

In den nächsten Monaten wird aber noch nicht so viel Sichtbares geschehen. Die Gemeinde wird in den alten Räumen nicht nur 60-jähriges Bestehen, sondern auch die Advents- und Weihnachtszeit noch feiern, betont die Pastorin. Erst im Jahr 2017 sollen die Abrissbagger anrücken.

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