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Eltern fragen: Wo wird mein Kind eingeschult?

Krähenwinkel/Kaltenweide Eltern fragen: Wo wird mein Kind eingeschult?

Eltern in Kaltenweide fragen sich derzeit, wo der eigene Nachwuchs ab August eingeschult wird. Denn die Grundschule ist an ihrer Kapazitätsgrenze. Das Wort Losverfahren macht die Runde. Derweil plant die Stadt, Schulcontainer aufzustellen.

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Weitere solcher Container sollen an der Kaltenweider Grundschule als Klassenräume aufgestellt werden.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Vater Rene Bathge macht sich Sorgen, dass sein Sohn ab August nicht in Kaltenweide zur Schule gehen kann, sondern nach Krähenwinkel muss. Mehr noch: „Wo soll ich mein Kind für den Hort anmelden?“ Schul- und Hortanmeldung müssten separat erfolgen - das hat er inzwischen auch getan. Über den Schulplatz erhalte er wohl erst im Mai Auskunft. Für die Hortplatzvergabe kündigt Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl für nächste Woche Infos an. Allerdings: Wer sein Kind noch nicht angemeldet hat, wird wohl keinen Platz mehr bekommen.

„Für uns sind das viele offene Fragen“, meint Bathge, der wie seine Frau berufstätig ist. „Wenn wir nun die Zusage für den Hort in Kaltenweide und für die Grundschule Krähenwinkel erhalten, haben wir ein Problem“, beschreibt er seine Situation. Bathge befürchtet zudem, dass die Kinder, die nach Krähenwinkel müssten, aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen würden.

Das sieht die Stadt nicht ganz so. Es gebe durchaus Kaltenweider Eltern, „die ihre Kinder bewusst in Krähenwinkel anmelden“, sagt Stahl. Die Verwaltung hofft indes, dass „aufgrund der aktuellen Zahlen und der Planung für eine weitere Klasse in Kaltenweide auch in diesem Jahr ein Losentscheid vermieden werden kann“. Da die bisherige Sechszügigkeit im gemeinsamen Schulbezirk Kaltenweide/Krähenwinkel perspektivisch nicht ausreichen wird, sollen zwei zusätzliche Container als Klassenräume an Kaltenweides Grundschule für Entspannung sorgen, stellt Stahl in Aussicht. Sie erinnert daran, dass es neben den bereits angemeldeten Kindern auch Wiederholer und Zuzügler wie etwa Flüchtlinge gebe. Zudem sei wegen der Doppelberechnung von Inklusionskindern mit einem Wegfall von Plätzen zu rechnen.

Aktuell sind in Kaltenweide 125 Schüler angemeldet, bei künftig fünf Klassen soll es dort 130 Plätze geben. In Krähenwinkel sind momentan 32 Kinder für beide Klassen (52 Plätze) registriert. Also werde ein Losverfahren erst nötig, falls die noch freien Plätze in Kaltenweide nicht ausreichten, meint Stahl. Der Politik sollen in Kürze zwei mögliche Standorte für Container in Kaltenweide vorgeschlagen werden. Einer davon ist der Grünstreifen neben der Schule. „Auf jeden Fall, also wenn die Alternative nicht funktioniert, sind die Schützen zu beteiligen, da die Auswirkungen auf das Schützenfest minimiert werden müssen“, betont Bürgermeister Mirko Heuer. Gespräche dazu seien aber noch nicht geführt worden.

Unterdessen hält sich der Verein Bürger für Kaltenweide (BfK) mit Kritik gegen die Stadt nicht zurück. „Bereits seit Jahren sind die Aufnahmekapazitäten in der Grundschule Kaltenweide an der Grenze des Zumutbaren“, sagt BfK-Sprecher Florian Windeck. Trotz einer kontinuierlichen Dorferweiterung sei die Grundschule nicht wesentlich ausgebaut worden, obwohl Politik und Verwaltung die Gesamtsituation bekannt sein dürfte.

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