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Eltern sammeln Unterschriften für mehr Hortplätze in Kaltenweide

Kaltenweide Eltern sammeln Unterschriften für mehr Hortplätze in Kaltenweide

In Kaltenweide fehlen zum kommenden Schuljahr 70 Hortplätze, und eine Lösung ist nicht in Sicht. Angesichts dieser Nachricht haben Kaltenweider Eltern ihrem Unmut in diversen Gremien lautstark Luft gemacht. Belastbare Informationen soll es nun erst Ende Februar geben. Unterdessen drohen Eltern mit einer Klage gegen die Stadt.

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Gegen neue Bauplätze, für mehr Raum in der Schule: Ulrike Tarras-Stoellger übergibt in der Ratssitzung am Montag 290 Unterschriften an Bürgermeister Mirko Heuer. Im Ortsrat kam eine Liste mit weiteren 200 Unterschriften hinzu. Bismark

Kaltenweide. Es ist egal, wohin man blickt: Ob im Rat, im Jugendhilfeausschuss oder zuletzt im überfüllten Zelleriehaus beim Ortsrat - jedes Mal war der Protest der Eltern unüberhörbar. Der Vorwurf ist klar umrissen: Die Stadt habe sehenden Auges das Wachstum der Schülerzahlen ignoriert. Und dies über Jahre. Als Folge sei die Kaltenweider Grundschule überfüllt. Zudem fehlen Dutzende von Hortplätzen.

Die Zahlen bestreitet die Stadt nicht. Nur der Zeitrahmen sei falsch. Dass 70 Hortplätze fehlen, sei erst seit einer Woche bekannt, betonte Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah unlängst im Jugendhilfeausschuss. Und Ortsratsbetreuer Helmut Büch beschrieb am Dienstagabend anschaulich den Mail-Verkehr der letzten zwei Stunden vor Sitzungsbeginn. „Mein letzter Kenntnisstand ist der, dass zwischen Schule und Verwaltungsgebäude nun drei Container für drei zusätzliche Klassenräume aufgestellt werden sollen. Ich weiß aber nicht, welche Informationen mich morgen früh erreichen.“

Viel Verständnis erntet die Verwaltung für diese Schilderungen bei den betroffenen Eltern nicht. Sie beharren darauf, dieser Entwicklung hätte viel früher Rechnung getragen werden müssen. Die von der Verwaltung in diesen Tagen wiederholt vorgetragenen Prognosen, nach denen die Schülerzahlen bis 2020 wieder deutlich sinken werden, verfangen da nicht. „Wir wissen doch gar nicht, wie viele Flüchtlingskinder noch kommen werden“, hielt ein Vater dem Ortsrat entgegen. Sollte sich die Schülerstärke in Kaltenweide nicht mittelfristig entspannen, will ein Vater gegen die Stadt Klage erheben. „Das Schulgesetz sieht fünf Parallelklassen pro Jahrgang in Grundschulen nur in Ausnahmen vor“, betonte in der Ortsratssitzung auch Andreas Eilers als Vertreter des Schulelternrates. Das dürfe in keinem Fall so bleiben. Wie in der Ratssitzung am Montag wurde auch dem Ortsrat nun eine Liste mit 200 Unterschriften überreicht, in der Eltern die Stadt auffordern, endlich mehr Platz zu schaffen.

Die Basis dieses Zerwürfnisses ist alt. Vor mehreren Jahren entschied sich der Rat mehrheitlich dafür, keine neue Schule in Kaltenweide zu bauen, trotz der anlaufenden Vermarktung des Weiherfeldes. Für eine kurzfristige Entlastung sollte die Zusammenlegung der Schulbezirke von Kaltenweide und Krähenwinkel sorgen.

Zwei Aspekte verschaffen diesem Plan nun Reibung: Zum einen hat sich der Bau des sogenannten Kinderhauses in Kaltenweide unerwartet um zwei Jahre verschoben. Eine Eröffnung ist nun erst Ende 2017 möglich. Zum anderen steht die Grundschule derzeit mitten im Übergang zur Ganztagsschule. Diese kann ihre Arbeit aber erst aufnehmen, wenn der neue Kindergarten fertig ist und die Räume des alten übernommen werden können.

Was genau nun passieren wird im Weiherfeld, soll Ende Februar feststehen. In der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 23. Februar werden die Pläne für die Erweiterung des Weiherfeldes jenseits der Altenhorster Straße vorgestellt. Pläne für eine Entlastung der Schule werden in der Sitzung des Ortsrates am 1. März vorgestellt. Den endgültigen Beschluss darüber fällt der Rat am Montag, 7. März.

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