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Engelbosteler retten ihre Nachbarn

Langenhagen Engelbosteler retten ihre Nachbarn

Ihren aufmerksamen Nachbarn haben sechs Anwohner des Krähenbergs in Engelbostel zu verdanken, dass sie mit dem Schrecken und einem nur verrußten Haus davon gekommen sind. Eine Mehrfachsteckdose hatte in der Nacht zu Sonntag angefangen zu schmurgeln. 32 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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Zu einem Kellerbrand wurden die Feuerwehren aus Engelbostel und Schulenburg in der Nacht zu Sonntag auf den Krähenberg gerufen.

Quelle: Jens Wolf (dpa/Symbolbild)

Engelbostel. "Als wir ankamen, hatten die Nachbarn die Bewohner bereits per Gartenleiter aus dem Haus gerettet." Stefan Janz, Sprecher der Feuerwehr Engelbostel, ist auch Stunden nach dem Einsatz noch hörbar beeindruckt. "Wie die Nachbarn auf den starken Rauch in dem Zweifamilienhaus am Krähenberg mitten in der Nacht aufmerksam geworden waren, wissen wir nicht." Klar ist nur, dass die Retter gegen 1 Uhr die Feuerwehr alarmierten. "Als wir nur drei, vier Minuten später da waren, hatten sie schon die Haustür geöffnet. Doch trotz des Durchzuges war im Treppenhaus vor lauter Qualm keine Sicht möglich."

Als Ursache des Schmorbrandes hat sich inzwischen eine Dreifach-Verteiler-Steckdose herausgestellt, an der im Keller ein Gefrierschrank angeschlossen war. "Nur weil die schmurgelnde Steckdose in Keller nicht noch mehr Sauerstoff bekommen hat, haben sich keine Flammen entwickelt", erläuterte Janz am Sonntagmorgen. "Deshalb ist in dem Haus auch kein Schaden durch Löschwasser entstanden." Die sechs Bewohner haben inzwischen Unterschlupf bei Nachbarn und Bekannten gefunden. "Eine Person wurde in der Nacht auf eine Rauchgasvergiftung hin untersucht", berichtete Janz. Ansonsten habe es keine Verletzten gegeben.

Weil zunächst unklar war, wie viele Personen sich in dem Haus aufhielten, waren neben der Engelbosteler Feuerwehr unter der Leitung von Lars Seidel auch die Kollegen aus Schulenburg von der Einsatzleitstelle alarmiert worden. Insgesamt waren in der Nacht 32 Feuerwehrleute mit insgesamt fünf Fahrzeugen am Krähenberg im Einsatz. Janz lobte ausdrücklich das Verhalten aller Beteiligten. "Das Schlimmste ist, wenn Bewohner in diesem Fall in Panik ins Treppenhaus flüchten. Zwei Atemzüge reichen schon, um bei einer solchen Qualmentwicklugn ohnmächtig zu werden." Am besten, so Janz, suche man bei Rauchentwicklung im Haus ein Fenster auf auf der dem Brand abgewandten Seite auf. "Dort sollte man auf sich aufmerksam machen, dann können wir Bewohner am schnellsten retten."

Von Rebekka Neander

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