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Erdnüsse sind nun an IGS tabu

Langenhagen Erdnüsse sind nun an IGS tabu

Erdnüsse können tödlich sein – etwa bei einer entsprechenden Allergie. Da aktuell drei Fünftklässler an ebendieser Überempfindlichkeit leiden, soll die Integrierte Gesamtschule nach den Ferien „Erdnussfreie Zone“ werden.

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Die IGS-Schülerinnen Lara (von links), Ria und Lia überzeugen mit ihrer Präsentation zur Kampagne. Kunstlehrerin Antje Kaps (hinten) wird die Umsetzung in die Praxis begleiten.

Quelle: privat

Langenhagen. Für manche bedeutet der Verzehr von Erdnüssen jedweder Art und Zubereitung den Genuss pur. Anderen wiederum reicht das bloße Einatmen der sich in der Luft befindlichen Spuren des Nahrungsmittels, um drastische gesundheitliche Probleme zu bekommen. Das reicht von leichten Hautreaktionen, Störungen von Organfunktionen und Kreislaufschock mit Organversagen bis hin zum tödlichen Kreislaufversagen, dem sogenannten anaphylaktischen Schock.

In der Integrierten Gesamtschule gibt es aktuell drei Fünftklässler, die Erdnussallergiker sind. Aus diesem Grund hat sich die IGS nun entschlossen, „Erdnussfreie Zone“ zu werden, berichtet Schulleiter Wolfgang Kuschel. „Mit allen Konsequenzen“, sagt er. Der Erdnussverzicht soll auch zum Baustein im Schulprofil werden.

18 Schülerinnen des zwölften Jahrgangs hatten sich jetzt in fünf Gruppen zusätzlich zum Unterricht am schuleigenen Wettbewerb „Corporate Design Kampagne“ beteiligt. Eine Jury prämierte die beste Idee zur Image-Vermarktung. Denn die IGS soll mit dem Kennzeichen „Erdnussfreie Zone“ bekannt werden.

Nach Meinung der Jury erfüllt das Konzept „Pea Not!“ der drei Schülerinnen Lara, Lia und Ria das Anforderungsprofil am besten. Dabei geht es um ein prägnantes und im Gedächtnis bleibendes Logo samt Slogan. Zudem soll so auch sachlich über die Erdnussallergie aufgeklärt werden. „Das, worum es geht, ist auf zwei Worte reduziert. Ein starker und konkreter Ausdruck, der von sehr durchdachten und im Design sehr fertigen Kampagne-Bausteinen flankiert wird“, würdigt Jury-Sprecherin Carola Kirchner (Kunstlehrerin) die Arbeit der Schülerinnen. Ihre Kollegin Irene Kuber teilt diese Meinung zusammen mit Kuschel und Schulsanitätsdienst-Betreuer Jens Aschenbrenner.

Ab nächstem Schuljahr soll es Plakate, Flyer und Buttons aus dem „Pea-Not-Konzept“ geben.Bereits realisiert ist an der IGS, dass in der Mensa und in der Cafeteria nichts angeboten wird, was Erdnüsse oder Spuren davon enthält. Die Lehrerschaft und die Schulsanitäter sind zudem darin geschult, bei einem anaphylaktischen Schock sofort Erste Hilfe leisten zu können.

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