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Erster Rundgang durch die neue Wasserwelt

Langenhagen Erster Rundgang durch die neue Wasserwelt

Die ersten Becken sind bereits mit Wasser gefüllt, wenn auch nur probehalber. Ein erster Rundgang durch die Baustelle des neuen Schwimmbades zeigt einen Rohbau, der sich langsam mit Technik füllt und einen Vorgeschmack erlaubt – auf eine Rutsche aus luftiger Höhe und endlose Katakomben im Keller.

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Das neue Freizeitbecken: Im Vordergrund ist der Strudel erkennbar, hinten zeichnet sich erhöht ein kleines Wärmebecken ab.

Quelle: Neander

Langenhagen. Nur Kenner brauchen im Keller keinen Plan. "Schwallwasser-Tank" lässt Stadtbaurat Casten Hettwer bei schummrigen Licht vor einem von diversen schwarzen Löchern in der Betonwand fallen, hinter denen auch schlechte Krimis beginnen könnten. "Pumpe für die Rutsche" hält Desdemona Hellbach gefühlt zwei Ecken und drei Flure weiter nicht ohne Stolz fest und ergänzt, "die größte im ganzen Bad". Hellbach muss das wissen. Die Ingenieurin ist verantwortlich für die Versorgungstechnik und somit auch dafür, dass niemand mangels Wasserdruck zwischen Himmel und Erde stecken bleibt.

"Belüftungstechnik für die Sauna" hatte bereits vor zehn Minuten Jens Kerkhoff beteuert. Der Ingenieur des Projektsteuers Constrata brauchte dafür indes ein bisschen Überzeugungskraft. Denn schließlich stand die kleine Besuchergruppe in jenem Moment vor einem ziemlich leeren Raum, der mit Fenstern auch ein großzügiger Klassenraum werden könnte. "Doch, doch, das füllt sich noch."

Kein Zweifel: Im Keller des neuen Schwimmbades könnten Laien problemlos verloren gehen. Zumindest, wenn sie ohne professionelle Begleitung durch die Baustelle irren. Nicht ganz so schlimm, aber nicht minder beeindruckend gerät dagegen der Rundgang etwas weiter höher.

Denn an der Theodor-Heuss-Straße nimmt derzeit nicht nur die Außenhülle des neuen Schwimmbades unter Beton, Stahl und Spanplatte langsam Gestalt an. Was dem vorbei rauschenden Auto- und Radfahrer beim Blick durch den Bauzaun verborgen bleibt: Im Inneren ist längst in echt und in Farbe erkennbar, wo später kleine und große Helden jeden Geschlechts sich vom Sprungturm hinunter oder auf die Rutsche hinauf trauen werden. Wo im Schulungsbecken mit verstellbarem Boden Wassergymnastik stattfinden wird. Oder von wo Eltern bei Kaffee und Pommes ihren Kleinsten im Baby-Becken zu Hilfe eilen können. Auch im Sauna-Bereich lässt sich erahnen, wie es vom Umkleidebereich entweder in die Gastronomie- oder Ruhe-Zone gehen wird. Wo die verschiedenen Außensaunen ihren Platz finden. Oder ein Außenbecken für Abkühlung sorgt.

Nach den Sommerferien, so Hettwer, sollen Baustellen-Führungen für alle Langenhagener angeboten werden. Derzeit müssen noch Sicherheitsdetails geklärt werden, damit kein Gast zwischen Baustellentreppe und Kabeltrommel zu Schaden kommt. Wer die Baustelle sehen möchte, muss sich anmelden. "Die Gruppen umfassen maximal 20 Personen", hält Hettwer fest.

Auch das Richtfest ist für August geplant. Dieses aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit - einfach, weil das so Sitte ist. "Das ist ein Fest für alle bislang an dem Bau beteiligten Arbeiter", erläutert Kerkhoff. Und das sind mit rund 50 Personen verhältnismäßig wenig. "Das liegt daran, dass für den Rohbau und die Außenhülle nur etwa fünf Firmen hier tätig waren", sagt Hettwer. Sobald der Innenausbau starte, werde sich das schlagartig verändern. "Dann werden wir hier etwa 20 Firmen am Start haben." Für den Endspurt bis Ostern 2017.

Das Bad in Zahlen

Das Grundstück umfasst rund 66.000 Quadratmeter, darauf hätte das Spielfeld von Hannover 96 neunmal Platz. Das Schwimmbad selbst passt auf 8719 Quadratmeter, 995 Quadratmeter davon sind Wasserfläche. Umbaut werden 45.570 Kubikmeter. Davor gibt es 175 Parkplätze, drinnen dafür 315 Garderobenschränke. In die Becken passen insgesamt 1.839.890 Liter Wasser, das sind soviel wie 15.332 Badewannen. Die Baukosten sollen rund 27 Millionen Euro nicht übersteigen. Derzeit sieht es so aus, als könnte das klappen.

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Fotostrecke Langenhagen: Erster Rundgang durchs neue Bad

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Von Rebekka Neander

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