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Erste Fahrradstraße trifft auf Zustimmung

Langenhagen Erste Fahrradstraße trifft auf Zustimmung

Langenhagens erste Fahrradstraße kommt gut an. Doch ausruhen gilt nicht. Denn es gibt auf der Karl-Kellner-Straße noch viel zu tun, meint der ADFC. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Fahrradclub initiiert hatte.

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Blocklinien sollen für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Seit einem Jahr ist die Karl-Kellner-Straße als Fahrradstraße ausgewiesen. Die erste ihrer Art in Langenhagen. Wenn es nach Reinhard Spörer, Vorsitzender des hiesigen Allgemeinen deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), geht, sollen noch viele weitere in der Stadt folgen.

Doch wie kommt das Angebot - auf dem Fahrradfahrer Vorrang haben - denn nun eigentlich an? Um genau das zu erfahren, hatte der ADFC eine Umfrage gestartet. Insgesamt 46 Antworten gingen in der Folge via E-Mail sowie über die sozialen Medien ein. „Dabei reichen die Beiträge von großem Lob für diese vorausschauende Maßnahme bis hin zu heftiger Kritik und dem Hinweis auf erhebliche Sicherheitsgefahren“, berichtet Spörer nun von der Auswertung.

Teilgenommen hatten daran etwa auch Jennifer Pilz und Holger Finck. Die beiden Langenhagener haben nun von Spörer die mit der Umfrage verbundenen Kinogutscheine gewonnen. Nicht einfach nur wegen ihrer Teilnahme, sondern auch wegen ihrer Verbesserungsvorschläge. Finck meint, dass die bislang von der Stadt auf die Fahrbahn gemalten blauen Radler-Symbole so nur „rausgeschmissenes Geld“ seien. Stattdessen müsste auch baulich deutlicher werden, um was für eine Straße es sich bei der Karl-Kellner-Straße handele, wer dort Vorrang habe. „Keiner weiß genau, was dort erlaubt ist“, ergänzt Pilz.

Ihren Vorschlag, Postwurfsendungen mit entsprechenden Informationen über die Rechtslage auf Fahrradstraßen an alle Langenhagener Haushalte zu verteilen, wird der ADFC nun aufgreifen. Nach Auskunft Spörers soll das bereits im November geschehen. „Verteilt wird erst einmal an die Anwohner rings um die Karl-Kellner-Straße.“

„Ziel ist, dass sowohl Kraftfahrer wie auch Radfahrer mehr Verständnis und Toleranz füreinander zeigen“, betont der Vorsitzende. Für ihn stellt neben zu hohem Tempo des Kraftverkehrs die Rechts-vor-Links-Regelung die größte Gefährdung dar. Aus diesem Grund sollte die Stadt, in Kreuzungsbereichen der Karl-Kellner-Straße so schnell wie möglich sogenannte weiße Blocklinien aufmalen. Spörer sieht darin eine „erhöhte Sicherheit für wenig Geld“. Gerade auch mit Blick auf die vielen Schulkinder, die diesen Bereich tagtäglich passieren. Denn die unterbrochenen weißen Linien sorgten für mehr Aufmerksamkeit, speziell an der stark befahrenen Niedersachsenstraße. Doch alles helfe nicht, wenn nicht „Autofahrer und Radler aufeinander zugehen und mehr Rücksicht walten lassen“, betont der ADFC-Vorsitzende.

Das zeichnet Fahrradstraßen aus

Radfahrer dürfen in einer Fahrradstraße nebeneinander fahren. Dies soll zu mehr Sicherheit im Schülerverkehr führen. Die Vorfahrtsregeln bleiben mit rechts vor links bestehen.

Kraftfahrzeuge sind Gast auf der Fahrradstraße und müssen sich daher mit ihrer Geschwindigkeit dem Fahrradverkehr anpassen. Radfahrer dürfen weder gefährdet noch behindert werden.

Das Zusatzschild „Kfz frei“ erlaubt das Befahren der Fahrradstraße mit Kraftfahrzeugen. Das ist mit Blick auf die Anlieger notwendig.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 Stundenkilometer.

Am Fahrbahnrand darf weiterhin geparkt werden.

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