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Flüchtlinge bleiben aus

Langenhagen Flüchtlinge bleiben aus

Alles war am Wochenende in größter Eile vorbereitet worden für die Ankunft weiterer Flüchtlinge in der Unterkunft an der Hans-Böckler-Straße - gekommen ist jedoch niemand. Wann weitere Flüchtlinge in der Stadt eintreffen, ist offen.

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Insgesamt 110 Betten hatten die Johanniter am Wochenende mit Unterstützung der Bundeswehr in Windeseile aufgebaut.

Quelle: Johanniter

Langenhagen. 110 weitere Flüchtlinge hatte das Innenministerium der Stadt kurzfristig avisiert. Auch sie sollten in der Gewerbehalle untergebracht werden. Dazu hatten die Johanniter, die die Unterkunft betreiben, zusammen mit der Bundeswehr in Windeseile Schlafgelegenheiten geschaffen und auch umgebaut. Doppelstockbetten wurden aufgestellt, Stromleitungen verlegt, Hygienesets mit Handtüchern, Seife und Zahnpflegeartikeln gepackt: Am Sonnabend war alles vorbereitet. Rund 15 zusätzliche Kräfte auch anderer Hilfsorganisationen und Ärzte hielten sich für die Aufnahme bereit, bis am späten Nachmittag das Ministerium mitteilte, dass an diesem Wochenende keine Busse mit Schutzsuchenden in Langenhagen ankommen würden.

„Wir kennen das aus der Flüchtlingshilfe, wir gehen ganz entspannt damit um“, sagte Johanniter-Pressesprecherin Antje Heilmann am Sonntag auf Nachfrage. Man habe auch schon einmal 48 Stunden gewartet. Das sei im Moment einfach so.

Die genaue Ursache für das Nichteintreffen der Menschen konnte auch Matthias Eichler, Pressesprecher im Innenministerium, am Sonntag nicht benennen. „Wir sind selbst von Dingen abhängig, die wir nicht beeinflussen können. Es ist zurzeit sehr viel Dynamik drin“, sagte er. Angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen sei Vieles nicht auf den Punkt planbar. Wann weitere Flüchtlinge in der Stadt eintreffen, ist offen.

Einzig ein Reisebus des Radiosenders ffn hielt am Sonntag vor der Notunterkunft. Der Sender bot Flüchtlingen die Möglichkeit, zusammen mit anderen Familien einen Tag im Serengeti-Park Hodenhagen zu verbringen. Am Sonntag waren unter den Teilnehmenden auch Familien aus der Langenhagener Einrichtung.

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