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„FUNtastisches Varieté" sagt Danke

Langenhagen „FUNtastisches Varieté" sagt Danke

Seit 23 Jahren sind die Jazzmatineen im Rathausinnenhof fester Bestandteil im kulturellen Veranstaltungskalender der Stadt. Unter dem Motto „Umsonst & draußen“ lädt der Verein Cultour & Co. acht- bis neunmal im Jahr zu musikalischen Leckerbissen ein.

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Beim „FUNtastischen Varieté“ haben alle Akteure dem Publikum imLangenhagener Theatersaal besteUnterhaltung geboten.Zum Abschluss huldigen die Künstler dem dankbaren Publikum.

Quelle: Jens Niggemeyer

Langenhagen. Weil solche Veranstaltungen aber Geld kosten, sind Sponsoren nötig, sagte Vereinschef Horst-Dieter Soltau. Und bei denen bedankte sich Cultour & Co. am Sonnabend mit einem Sektempfang samt Freitickets für das „FUNtastische Varieté“ im Theatersaal. Als Soltau im Jahr 2009 Vorsitzender des Förderkreises wurde, war ihm klar, was zu tun war: „Ich verfüge über ein gutes Netzwerk, nicht zuletzt auch über meine Mitgliedschaft im Wirtschaftsklub.“ Er nutzte seine Kontakte, habe einige neue Gönner „rangeschafft, andere wieder aufgewärmt“. Inzwischen gebe es 21 Sponsoren sowie „einige, die nicht genannt werden wollen“, sagt Soltau. Der Jahresetat liege zwischen 10.000 und 15.000 Euro, „je nachdem, wie viele Matineen wir veranstalten“. Ein großes Lob gab es während des Sektempfangs aber nicht nur für die generösen Geldgeber, sonder auch für die vielen freiwilligen Helfer, die sich im und für den Verein engagieren. Besonders hob Soltau dabei Karl-Friedrich Müller hervor. Der geht während der Matineen stets mit einer Laterne herum und bemüht sich nach Kräften, die Besucher zum Öffnen der Portemonnaies zu animieren. „Wie er da lächelnd über den Innenhof tanzt und die Gäste überzeugt, für uns zu spenden - manchmal schon auf fast penetrante Art -, ist toll“, lobt Soltau.

Der Cultour-Sektempfang ist ein Dankeschön an die Sponsoren und Unterstützer.

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Die Einzelspenden reichen von 50 bis 2000 Euro. „Und dafür, finde ich, sollte man sich auch bedanken“, nennt er den Grund, warum vor zwei Jahren dieser Empfang ins Leben gerufen wurde. Das Klinkenputzen sei für ihn keine Belastung: „Ich mag die Leute, es macht mir Spaß, sonst würde ich es nicht machen.“ Die Bilanz kann sich sehen lassen: „2013 haben wir einen neuen Besucherrekord verzeichnet - fantastisch.“ Da schließt sich der Kreis, denn „FUNtatstisch“ ging es im Anschluss nebenan auch beim Varieté weiter. Dabei sollte Soltau mit seinem finalen Tipp recht behalten: „Achten Sie vor allem auf den Moderator Topas.“ Dieser entpuppte sich prompt als strah- lendster Edelstein des Programms.

Artisten überzeugen die Gäste

Für magische Momente haben sie alle gesorgt, und mit „FUNtastisch“ ist ihr Können auch präzise beschrieben. Folgerichtig gab es Riesenapplaus für sämtliche Künstler und Artisten. Doch den meisten Applaus heimste beim jährlichen Varieté-Klassiker ein Männertrio ein: Moderator, Zauberer und Comedian Topas, der Flöten spielende Clown Gabor Vosteen und Jongleur Andy Gebhardt. Topas glänzte nicht nur als großartiger Manipulator, der aus einer Art Umzugskarton elf große Verstärkerboxen hervorzauberte und diese zu einer Musikband arrangierte. Er brillierte auch als sympathischer Moderator und Komiker – stets im charmant-witzigen Zwiegespräch mit dem Publikum.

Gabor ließ die Gäste nach seiner Pfeife tanzen, brachte ihnen so richtig die Flötentöne bei. Er blies nicht nur zeitweilig auf virtuose Weise fünf Instrumente gleichzeitig, sondern schlüpfte auch in die Rolle der Flötenschluckers und des Flötenbumerangwerfers. Mit seinen Devilsticks und bis zu 16 Zigarrenkisten schien Jongleur Gebhardt auf extrem elegante Weise die Gesetze der Schwerkraft auszuhebeln. Damit spielte auch das Trio Torime, das Akrobatik und Tanz zu einer anmutig-leichten und poetischen Nummer verknüpfte. Für Poesie stand auch die Kanadierin Sara Lett, die mit und in ihrem Cyrrad in einem sehenswerten Mix aus Akrobatik und Tanz elegante Runden drehte. Dem stand Artur Bezkorinny in nichts nach. Kurzum: ein begeisternder Abend.

Jens Niggemeyer

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