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Fahrradstraße kommt gut an

Langenhagen Fahrradstraße kommt gut an

Einheitliche Markierungen an allen Kreuzungen und zusätzliche Beschilderung fordert der ADFC an der Karl-Kellner-Straße. Sie ist seit einem Jahr als erste Fahrradstraße in der Stadt ausgewiesen - und hat reichlich Lob kassiert.

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Reinhard Spörer (links) und Rudi Eifert fahren die Fahrradstraße gemeinsam ab. Radfahrer dürfen ausdrücklich nebeneinander fahren.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. „Vor fünf bis zehn Jahren war gar nicht dran zu denken, eine Fahrradstraße in Betrieb zu nehmen“, sagt ADFC- Sprecher Reinhard Spörer. Nun konnte so der Unfallschwerpunkt der parallel verlaufenden Walsroder Straße erfolgreich beseitigt werden.

Allerdings nutzten derzeit wegen der Baustelle zwischen Langenforther Platz und Konrad-Adenauer-Straße viele Autofahrer die Karl-Kellner-Straße als Abkürzung. „Das ist sehr wohl zu beobachten“, sagt Spörer. Seiner Meinung nach habe die Stadt zu 85 Prozent alles richtig gemacht, bilanziert er nach einem Jahr Radlerstraße. Und die restlichen Prozentzahlen bekomme die Verwaltung auch noch hin.

Spörer und sein Stellvertreter Rudi Eifert sind die 1,8 Kilometer lange Fahrradstraße abgefahren. Dabei stellten sie fest, dass an der Rathenaustraße die Markierungen vorbildlich angebracht wurden. „Jedoch ist diese uneinheitlich und insbesondere für Kinder gefährlich“, sagt Spörer.

Deshalb schlagen er und Eifert einen Zwei-Stufen-Plan vor: Erst sollen die verkehrsstarken Kreuzungen wie Ehler- und Niedersachenstraße mit sogenannten Blockmarkierungen versehen werden. „Diese erinnern an die Rechts-vor-links-Regelung und sorgen für mehr Sicherheit“, erläutert Eifert. Im zweiten Schritt sollten auch die anderen Querstraßen an der Karl-Kellner-Straße diese Markierungen erhalten. Zudem schlagen die ADFC-Experten vor, bei der Durchfahrt in Richtung Walsroder Straße und Stadtzentrum ein Hinweisschild von beiden Seiten anzubringen. Zwecks besserer Orientierung wünschen sich Spörer und Eifert Zusatzschilder, die auf Langenhagen-Nord und -Süd hinweisen sollen.

Ein Jahr Karl-Kellner-Fahrrad-Straße: Dazu fragt der ADFC nach der Meinung anderer Radfahrer. Bis Ende September können Erlebnisse, Berichte, Erfahrungen und Vorschläge an den ADFC per E-Mail an Langenhagen@ADFC-Hannover.de gerichtet werden. Mitte Oktober will der ADFC die Ergebnisse präsentieren.

Sichtprobleme sind die Unfallursache Nummer eins

Nach Auskunft der Polizei gibt es drei Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet. Das haben Auswertungen des vergangenen Jahres ergeben.

Kreuzung Walsroder Straße/ Niedersachsenstraße/Parkplatzausfahrt: Dort wurden sieben Radfahrer in den vergangenen drei Jahren verletzt – alle bei Einbiegeunfällen.

L 190 Kiebitzkrug: An der Tankstellenausfahrt verunglückten vier Radfahrer. Ein weiterer Radler erlitt Verletzungen in diesem Bereich in Höhe der Einmündung eines Feldwegs auf den Radweg. In allen Fällen näherte sich der Zweiradfahrer aus Richtung Wedemark. Nach Meinung der Polizei gibt es an beiden Stellen offensichtlich ein Problem mit der Übersicht.

L 382 Zufahrt zum Parkplatz Silbersee: Diese ist bereits seit einiger Zeit ein Schwerpunkt bei den aktenkundigen Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern. In den vergangenen drei Jahren registrierte die Polizei dort sechs Unfälle. Als einen Grund haben die Beamten ebenfalls ein offensichtliches Sichtproblem als Ursache ausgemacht. Diesen Punkt will die Unfallkommission der Polizei im Auge behalten.

Jarolim-Vormeier

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