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Falschparker werden gnadenlos abgeschleppt

Langenhagen Falschparker werden gnadenlos abgeschleppt

Wer unberechtigt Behindertenparkplätze mit seinem Auto blockiert, wird kostenpflichtig abgeschleppt. Da kennt die Langenhagener Stadtverwaltung keine Gnade. Doch bevor das Fahrzeug an den Haken genommen wird, versuchen die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes noch, den Halter zu erreichen.

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Keine Gnade: Der Ordnungsdienst der Stadt lässt eine auf einem Behindertenparkplatz am Handelshof abgestellte Nobelkarosse abschleppen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Ein Schwerbehindertenausweis allein reicht nicht aus, um legal einen Behindertenparkplatz benutzen zu dürfen. Nach Auskunft von Stadtsprecherin Juliane Stahl ist dafür ein seit 2011 eingeführter EU-Parkausweis notwendig. „Dieser muss gesondert beantragt werden. Es erhalten ihn nur Inhaber eines Schwerbehindertenausweises mit eingetragener außergewöhnlicher Gehbehinderung (aG), beidseitiger Amelie (fehlende Gliedmaßen) oder Phokomelie, mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen sowie Blindheit“, erläutert sie.

Wer ohne entsprechendes Dokument sein Auto auf einem Behindertenparkplatz abstellt - etwa weil mal wieder alle anderen Stellplätze besetzt sind -, riskiert, kostenpflichtig abgeschleppt zu werden. Stahls Angaben zufolge ohne vorherige Wartezeit. Sie begründet das mit „der besonderen Schutzwürdigkeit von Parkplätzen für Schwerbehinderte“. Damit einher geht ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro. Das Umsetzen des Autos schlägt derzeit mit etwa 153 Euro zu Buche, sagt die Stadtsprecherin. Doch bevor das Fahrzeug an den Haken genommen wird, versuchen die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes noch, den Halter ausfindig zu machen und zu kontaktieren. Erst wenn das nicht gelingt, wird nach einer kurzen Wartezeit ein Abschleppunternehmen gerufen.

In der Stadtverwaltung sind fünf Mitarbeiter im sogenannten Verkehrsaußendienst beschäftigt. Hinzu kommen zwei Verkehrssachbearbeiter im Rathaus. Sie haben es im Jahr mit durchschnittlich 530 Verstößen auf Behindertenparkplätzen zu tun. Sämtliche von den städtischen Bediensteten geahndete Verkehrsverstöße spülen etwa 160.000 Euro in die Stadtkasse, schätzt Stahl. Allerdings müsste ein Teil davon an die Region weitergegeben werden.

Und wo sind die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes am häufigsten beim Knöllchenschreiben? Nach Stahls Angaben etwa am Handelshof, auf dem Parkplatz Schützenstraße, auf dem Postparkplatz sowie vor dem Rathaus. Aber auch in Kaltenweide werden an der Clara-Schumann-Straße regelmäßig Verstöße registriert - vor der Kindertagesstätte.

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