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Helfer zählen viel und lange

Langenhagen Helfer zählen viel und lange

Die Ergebnisse der jüngsten Kommunalwahl haben lange auf sich warten lassen. Sie standen erst am Montagmorgen fest. Zwei Ursachen hat die Stadt dafür ausgemacht: zum einen die umfänglichen Wahlzettel mit den vielen Kandidaten und zum anderen einen Fehler beim Auszählen der Stimmen in einem Wahlbezirk.

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Wahlhelfer haben bei der Kommunalwahl am Sonntag alle Hände voll zu tun.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. Bis zum frühen Montagmorgen wurden die Stimmen ausgezählt – erst dann stand das vorläufige Endergebnis fest. Die Auszählung hatte länger gedauert als noch bei der Kommunalwahl 2011. Seinerzeit gab es aber auch noch 52 Wahlbezirke. Fünf Jahre später sind daraus 40 geworden, da schlichtweg die ehrenamtlichen Wahlhelfer fehlten. Die Stadtverwaltung hatte – basierend auf einem Ratsbeschluss – die Zahl bereits 2014 zur Bürgermeisterwahl reduziert. Angesichts der nun gemachten Erfahrungen will sie diesen Schritt aber nicht revidieren.

Sowohl Bürgermeister Mirko Heuer als auch der im Rathaus für die Wahl zuständige Sachbearbeiter Nico Neujahr erinnern daran, dass bei der jüngsten Kommunalwahl angesichts der vielen Kandidaten und möglichen Kreuze auf den Scheinen für die Helfer in den Wahllokalen die Auszählung nicht ganz einfach war.

Wie Stadtsprecherin Juliane Stahl rückblickend sagte, verlief in mehr als der Hälfte der Wahllokale die Auszählung „relativ problemlos und daher zügig“. „Wenn jedoch ein Zählfehler bei der Auszählung unterläuft, ist es sehr schwierig und zeitintensiv, diesen aufzudecken. So war es der Fall im Wahlbezirk 18“, berichtete sie auf Anfrage. In Langenhagens Kernstadt hatte dieses Malheur dazu geführt, das dort alle Wahlzettel bis nach Mitternacht komplett neu ausgezählt werden mussten. Da es sich dabei um den Wahlbezirk von Wilhelm O. Behrens handelte, wusste der Kandidat der Wählergemeinschaft Die Unabhängigen auch nicht, ob er den Einzug in den Rat geschafft hatte oder nicht. Er hat – das erfuhr Behrens um 2.30 Uhr.

Älteste Wahlhelferin erhält zum Dank ein süßes Präsent

Da Heide Stühmeier die älteste Langenhagener Wahlhelferin ist, hat sie von der Stadtverwaltung nicht nur ein Dankesschreiben erhalten, sondern auch ein Glas Rathaus-Honig. Die 78-jährige ehemalige Sozialpädagogin ist bereits zum zweiten Mal als Wahlhelferin aktiv. Und sie will weitermachen. Auch bei der im nächsten Jahr anstehenden Bundestagswahl will sie sich engagieren. "Das mache ich bestimmt noch mal", sagte sie in der zum Wahllokal umfunktionierten Robert-Koch-Realschule. Auch die Betreuung dort fand ihre Zustimmung - auch die Verpflegung sei ausreichend. "Ich bin ja nicht ausgehungert in das Wahllokal gekommen", sagt die Ehrenamtliche. Für sie sei es wichtig, sich bei Wahlen einzubringen. "Ich bin Bürger und will selbst wählen, aus diesem Grunde engagiere ich mich gerne."

Der jüngste Helfer will seine Generation zum Wählen motivieren

Der jüngste Wahlhelfer in Langenhagen heißt Cedric Huber. Mit seinem Einsatz will der 16 Jahre alte Kaltenweider seine Generation motivieren, ebenfalls zu wählen. "Aber auch, weil es ein bisschen Geld dafür gibt", räumt der Schüler ein. Er selbst hatte am Sonntag bereits gewählt - zum ersten Mal natürlich. Gleich ganz früh am Morgen hatte er seine Kreuze gemacht. Denn sein ehrenamtlicher Dienst im Niet Hus begann bereits um 7.30 Uhr. Für einen Jugendlichen sei das für einen Sonntag eine durchaus ungewöhnliche Zeit, sagt Huber. Aus diesen Grund wunderte es ihn wenig, dass er bis zu seinem Dienstende um 13.30 Uhr noch keine Freunde im Wahllokal getroffen hat.

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Von Sven Warnecke

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