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Wenn der Elefant in Zink badet

Godshorn Wenn der Elefant in Zink badet

Etwa fünf Millionen Euro hat die Feuerverzinkung in die Erweiterung und Sanierung seines Firmensitzes am Frankenring investiert - und sieht darin ein starkes Plädoyer für den Standort.

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Kunst im Gewerbegebiet: Erst nimmt der Elefant ein Zinkbad, dann findet er sich anderen Tieren vor der Firmenhalle wieder.

Quelle: privat

Godshorn. Seit mehr als 20 Jahren befindet sich das Unternehmen am Frankenring: "Die Verkehrsanbindung ist dank der drei Autobahnen perfekt", sagt Jürgen Stegen, Geschäftsbereichsleiter der Feuerverzinkung in Hannover. Für ihn und seine 45 Mitarbeiter habe sich deshalb nie die Frage nach einem Umzug gestellt, wohl aber die nach einer Sanierung und Erweiterung.

In gut zwei Jahren investierte der Betrieb, der zur Seppeler Gruppe gehört, etwa fünf Millionen Euro. Dazu gehört unter anderem, dass Arbeiter das Verkaufsbüro aufstockten und damit bislang nicht vorhandene Schulungsräume schufen. Die bestehende Rohwarenhalle wurde von acht auf zwölf Meter erhöht: "Damit können die Lastwagen jetzt direkt in die Halle fahren und dort entladen werden", sagt Stegen und spricht von einer Erleichterung für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen.

Ein ganz besonderer Fokus lag bei der Sanierung auf dem Bereich der Vorbehandlung, in dem die Stahlelemente der Kunden gereinigt werden. "Die dortige Stahlkonstruktion der Halle war bereits von der Säure angegriffen worden", sagt Stegen. Deshalb entschied sich das Unternehmen, das Gebäude inklusive der Bäder von innen mit einem sogenannten Polyethylen-Inliner einzukapseln. "Eine solche Möglichkeit gab es beim Bau der Halle noch nicht", sagt Stegen. Nun aber könne die Feuerverzinkung die eigene Stahlkonstruktion vor Korrosion schützen. Hinzu komme, dass künftig ein neuer Nasswäscher dafür sorgt, dass 98 Prozent der Dämpfe aus der Luft gefiltert, ausgewaschen und wieder verwendet werden. "Damit liegen wir deutlich unter den Grenzwerten", erklärt der Geschäftsbereichsleiter. 

Seinen Angaben zufolge übernahmen in der besonders intensiven Bauphase die Schwesterwerke die Produktion, so dass den Kunden keine Wartezeiten entstanden. Sie kommen einem Umkreis von gut 120 Kilometern nach Godshorn - mit allen denkbaren Stahlelementen, die sie mit einer Feuerverzinkung vor Rost schützen wollen. "Wir verzinken bei einer Temperatur von 450 Grad nach der Vorbehandlung und dem Trocknen", sagt Stegen. Dabei gehe das Eisen und Zink eine Legierung ein, die eine Haltbarkeit von mehr als 20 Jahren habe. 

Zu den Kunden gehören deshalb ebenso Privatleute, die Treppen, Balkongitter oder Rosenbögen verzinken lassen wollen, wie Firmen mit Stahlträgern, Autobahnleitplanken oder Balken für Messehallen. Mitunter nehmen auch ganz ungewöhnliche Gegenstände ein Zinkbad: So landeten für einen Künstler jetzt ein Elch und ein Elefant in dem heißen Becken, ganz aktuell glänzt die Karosserie eines Trabants im typisch zinkfarbenen Mantel auf dem Hof. Dass das Grundstück nur knapp 10.000 Quadratmeter misst, ist aus Sicht Stegens der einzige Nachteil: "Wir können nicht so viel lagern, wie wir gern möchten." Aber: "Mit dem jetzigen Umbau und der neuen Technik sind wir für die nächsten Jahrzehnte gut aufgestellt."

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