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Feuerwehr kann Brandort nur schwer erreichen

Langenhagen Feuerwehr kann Brandort nur schwer erreichen

Wieder hat sich gezeigt, dass die Rauchmelder-Pflicht Leben retten kann. Die Feuerwehr konnte am Montagabend dank aufmerksamer Nachbarn einen eingeschlafenen Mann aus seiner stark verqualmten Wohnung retten. Allerdings konnten die Einsatzkräfte den Brandort wegen zugeparkter Straßen kaum erreichen.

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Im Hohen Felde stellt wegen der abgestellten Fahrzeuge für die Feuerwehr eine große Herausforderung dar. Vor allem, wenn es schnell gehen muss.

Quelle: Warnecke

Langenhagen. Das war Millimeterarbeit: Die Ortsfeuerwehr Langenhagen ist am Montag um 21.30 Uhr wegen eines ausgelösten Rauchwarnmelders zu einem Mehrfamilienhaus an die Straße Im Hohen Felde ausgerückt. Wegen der dort geparkten Autos war ein Durchkommen für die Feuerwehr aber extrem schwer. Einsatzleiter Karsten Patz musste drei der vier Fahrzeuge an der Godshorner Straße zurücklassen, um zunächst die Lage zu erkunden.

Aufmerksame Nachbarn hatten nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Christian Hasse um 21.29 Uhr Alarm geschlagen. "Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie notwendig Rauchwarnmelder im Alltag sind", betont Hasse. Allerdings sei auch wichtig, dass die, die den Alarm hörten, auch richtig reagierten, sagt er. In der Wohnung Im Hohen Felde hatten die Anwohner zweifelsohne alles richtig gemacht, lobt Hasse. Als sie den ausgelösten Rauchwarnmelder gehört hatten, sei sofort die Feuerwehr gerufen worden. Patz konnte durch den Türspalt den Brandgeruch selbst wahrnehmen. Nachdem er mehrmals kräftig gegen die Tür geklopft und laut gerufen hatte, öffnete schließlich der verschlafene Bewohner. Der Einsatzleiter konnte in der Folge Entwarnung geben.

Wie sich später herausstellte, hatte der Mann sein Abendessen auf dem Herd zubereitet. Danach war er allerdings tief und fest eingeschlafen. Möglicherweise auch eine Folge der augenscheinlichen Alkoholisierung des 59-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage. Die Feuerwehr zog das angebrannte Essen von der Platte, schaltete den Herd ab und belüftete die Wohnung. Nach einer halben Stunde konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.

So weit so gut. Allerdings zeigte die Parksituation an der Straße Im Hohen Felde einmal mehr, wie schwer es die Feuerwehr mit den schweren Fahrzeugen haben kann zu einem Einsatzort zu gelangen - speziell nach Feierabend und an den Wochenenden. "Gerade im Abschnitt zur Godshorner Straße ist die Durchfahrtsbreite wegen der parkenden Fahrzeuge eingeschränkt und ein Manövrieren zum Beispiel mit der Drehleiter teils unmöglich", kritisiert Hasse das zum Teil gedankenlose Parken der Anwohner. Und das sei durchaus kein Einzelfall. Der Feuerwehrsprecher berichtet von den gleichen Schwierigkeiten im Bereich rund um die Hindenburgstraße. "Menschen sollten sich vor Augen führen, was wäre, wenn es bei ihnen selbst brennt", gibt Hasse zu Bedenken. Denn dann komme es auf jede Sekunde an.

Stadtbrandmeister Arne Boy betont, dass er die Parkproblematik bei der Stadt thematisieren werde. Denn gedankenlos abgestellte Fahrzeuge behinderten nicht nur die Einsätze. "Das kann auch Menschenleben kosten", warnt er mit Blick auf die dadurch entstehende Zeitverzögerung. Allerdings machte er auch klar, dass die Feuerwehr durchaus in der Lage sei, sich den Weg zu bahnen. Wenn es um Menschenrettung gehe, spiele eine Beschädigung fremder Fahrzeuge keine übergeordnete Rolle.

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Rauchwarnmelder können Leben retten.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Von Sven Warnecke

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