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Feuerwehr übt in JVA

Langenhagen Feuerwehr übt in JVA

Was tun, wenn ein Holzlager brennt? Und was in einer Justizvollzugsanstalt, in der Fluchtwege naturgemäß eher nicht frei zugänglich sind? Die Feuerwehrleute aus Godshorn und Langenhagen hatten am Wochenende durchaus anspruchsvolle Übungsorte.

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Marcus Bärenwaldt-Rähr (links) übt mit seiner Gruppe, wie ein Arbeiter aus einem Mikado an umgestürzten Holzbalken gerettet werden kann.

Quelle: Stephan Bommert/Feuerwehr Langenhagen

Langenhagen. Wie rettet man einen unter Holzbalken verschütteten Arbeiter? Was ist, wenn man an dem einen Balken zieht, dafür aber ein anderer auf den womöglich verletzten Menschen rutscht? Wer einmal Mikado gespielt hat, weiß, wie schnell die Runde drumherum brüllt: "Bewegt!" Weil im Einsatz aber dann keine Spielgesellschaft schadenfroh lacht, wurde die Ortsfeuerwehr Godshorn am Freitag ins Holzlager der Firma Stölger gerufen.

Verpuffung, Stichflamme, ein umgestürzter Gabelstapler und ein unter einem großen Stapel von Balken begrabener Arbeiter - so lautete die Versuchsanordnung für die Feuerwehrleute, als der Alarm gegen 19 Uhr ausgelöst wurde. Einsatzleiter Thorsten Kafurke leitete unmittelbar nach der Erkundung einen Löschangriff und die Rettung des „begrabenen“ Mitarbeiters ein.

Im Fokus der technischen Rettung stand das einfache und bedachte Entfernen der Holzbalken. Sichern ohne größere technische Geräte und anschließend abtragen, lautete der Auftrag. Zwei Atemschutztrupps gingen unterdessen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Zuschnittraum vor. Das alles, berichtet Feuerwehrsprecher Stephan Bommert, ist im Grunde für die Einsatzkräfte nicht neu. "Wir wollen dabei die bestehenden Protokolle und definierten Einsatzabläufe weiter verfestigen und Routinen bilden." Darüber hinaus geht es auch um Ortskenntnisse auf dem Firmengelände. Deshalb sind die örtlichen Feuerwehren immer wieder dankbar über Angebote wie dieses, auf einem Gelände ansässiger Unternehmen unter Einsatzbedingungen üben zu können.

Das gilt auch und vor allem für so außergewöhnliche Objekte wie die Justizvollzugsanstalt am Flughafen. Gegen 9 Uhr am Samstagmorgen löste dort die Brandmeldeanlage aus. Zuständig für dieses Objekt an der Benkendorffstraße ist originär die Ortsfeuerwehr Langenhagen, doch in diesem Fall übten die Einsatzkräfte gleich die Kooperation mit der Werksfeuerwehr des Flughafens.

An der Übung waren 21 ehren- und hauptamtliche Einsatzkräfte mit sechs Einsatzfahrzeugen beteiligt. Im Anschluss der einstündigen Übung hatten die Einsatzkräfte die Möglichkeit, sich zusammen mit dem Brandschutzbeauftragtem Ralf Kloos das Objekt und dessen Besonderheiten anzusehen.

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Die Feuerwehr Langenhagen bei der Zufahrt in die JVA am Flughafen.

Quelle: Stephan Bommert/Feuerwehr Langenhagen

Von Rebekka Neander

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