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Feuerwehr: Aus Alarm wird Übung

Langenhagen Feuerwehr: Aus Alarm wird Übung

Zu einer großen Gefahrgut-Übung ist die Stadtfeuerwehr Langenhagen am Dienstagabend alarmiert worden. Weil alle Mitglieder des Gefahrgutzuges ohnehin gerade im Langenhagener Gerätehaus trainierten, rückten gleich elf Fahrzeuge von dort in Richtung Kaltenweide aus.

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Eben noch beim gemeinsamen Übungsabend in Langenhagen mussten die Mitglieder des Gefahrgutzuges der Stadtfeuerwehr zu einer Einsatzübung nach Kaltenweide ausrücken.

Quelle: Bommert/Feuerwehr

Langenhagen. Wenn schon üben, dann richtig. Unter diesem Motto erlebten am Dienstag gegen 19.30 Uhr die Mitglieder des Gefahrgut-Zuges der Langenhagener Feuerwehr eine Überraschung. Während sich alle Zugehörigen des aus allen Ortsfeuerwehren zusammengestellten Gefahrgutzuges zum monatlichen Ausbildungsdienst im Gerätehaus an der Konrad-Adenauer-Straße aufhielten, bauten Kameraden bereits in einer Kaltenweider Gewerbehalle ein Unfall-Szenario auf.

Durch einen technischen Defekt, so der Plan, war in einer Halle ein Gabelstapler umgestürzt. Dabei rutschte eine Palette mit Reinigungsmitteln von dem Gefährt. Der Fahrer selbst wurde bei dem Unfall verletzt und durch die Gase der ausgetretenen Flüssigkeiten ohnmächtig. Eine weitere Person wurde unter einem umstürzenden Fass eingeklemmt, eine dritte zunächst vermisst. Zunächst blieb der Unfall unbemerkt. Lediglich die aufsteigenden Gase lösten einen Alarm der Brandmeldeanlage aus. "Dieser hat zunächst die Ortsfeuerwehr Kaltenweide alarmiert", erläuterte Feuerwehrsprecher Stephan Bommert auf Nachfrage. Derlei Meldungen laufen pro Jahr dutzendfach ein. Für die Feuerwehren sei daher eine gewisse Routine bei derlei Stichworten gegeben, so Bommert.

Die Behälter mit Gefahrgut-Symbolen waren sowohl in als auch außerhalb der Halle positioniert worden. Einige darunter in scheinbar geborstenem Zustand. "In einem solchen Fall alarmiert eine Ortsfeuerwehr den Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr", sagte Bommert.

Den Anwohnern der Langenhagener Kernstadt bot sich kurz darauf ein denkwürdiger Anblick: Während der Gefahrgutzug normalerweise mit seinen insgesamt 15 Fahrzeugen aus den Gerätehäusern der Ortsteile zusammenfindet, rückten dieses Mal alle gemeinsam vom Standort an der Konrad-Adenauer-Straße mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Kaltenweide aus, um dort auf die Einsatzkräfte aus Kaltenweide zu treffen.

Wie jeder normale Übungsabend sollte auch dieser - im Gegensatz zu einem richtigen Einsatz - ein geplantes Ende haben. "Nach zwei Stunden", so Bommert, "können die normalerweise wieder abrücken." Trainiert wurde in dieser Zeit nicht nur das Auffangen von gefährdenden Stoffen. Auch musste der Regenwasserschacht abgedichtet, eine Dusche zur Dekontamination der speziellen CSA-Anzüge aufgebaut und die Belastung für die Umwelt gemessen werden. Für die Übung hatte ein Kaltenweider Unternehmen, das Veranstaltungs-Equipment vermietet, seine Halle der Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Insgesamt waren 56 Feuerwehrleute mit 13 Fahrzeugen in Kaltenweide im Einsatz.

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Von Rebekka Neander

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