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Feuerwehr fordert Neubauten

Langenhagen Feuerwehr fordert Neubauten

Neue, größere Fahrzeuge, veränderte Vorschriften - für die Feuerwehren in Langenhagen wird es mancherorts eng. Deshalb fordern sie in einem Standortkonzept gleich drei neue Gerätehäuser. Pikant an der seit Montag öffentlichen Drucksache: Sie nennt Grundstücke für die Neubauten, die der Stadt nicht gehören.

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Für die Feuerwehren in Langenhagen wird es eng: Neue, größere Fahrzeuge und neue Vorschriften erfordern in drei Ortschaften den Neubau eines Gerätehauses. Für Langenhagen braucht die Feuerwehr zumindest mehr Lagerfläche.

Quelle: Warnecke/Archivbild

Langenhagen. Am dringlichsten wartet das Stadtkommando auf das neue gemeinsame Gerätehaus für Schulenburg und Engelbostel. Seit Jahren streitet die Stadt mit einem Investor um den Erwerb der Fläche am Engelbosteler Stadtweg. Inzwischen geht es um die "Enteignung", formal korrekt um die Festlegung einer Entschädigung. Das Verfahren läuft. Im nun vorgelegten Standortkonzept setzt die Feuerwehr einmal mehr ein Ultimatum: Bis Mitte kommenden Jahres müsse mit dem Bau begonnen werden. Andernfalls müsse neu nach getrennten Standorten gesucht werden. Die existierenden Gerätehäuser in Engelbostel und Schulenburg reichten in Größe und Ausstattung nicht mehr aus.

Vor diesem Hintergrund erscheint die seit Montag im Informationssystem der Stadt einsehbare Drucksache 2016/106 durchaus bemerkenswert. Denn sie zeigt für die Neubauwünsche der Feuerwehr Godshorn auf einer Karte drei mögliche Standorte. Ausgerechnet die Fläche, die aus Sicht der Feuerwehr am besten geeignet ist an der Kreuzung Langenhagener und Hermannsburger Straße, ist beschriftet mit dem Zusatz "unbekannt, ob Eigentümer verkaufen will".

Stadtbrandmeister Arne Boy zeigt sich auf Nachfrage ebenfalls verwundert über die Veröffentlichung, hatte es doch im Zuge der Streitereien um Engelbostel Vorwürfe gegen die Stadt gegeben, sie habe sich nicht rechtzeitig um den Erwerb der Flächen gekümmert. Nur so habe die jetzige Situation entstehen können, die einen Investor bemächtige, den Bau eines Gerätehauses mindestens zu verzögern. "Ich habe die Stadtverwaltung gebeten, die Drucksache für die Veröffentlichung vorzubereiten", sagte Boy dieser Zeitung. Wie weit dies im Rathaus mit der Abteilung Liegenschaften besprochen worden ist, war von der Verwaltung am Montag nicht in Erfahrung zu bringen. Dem Vernehmen nach aber sind Absprachen unterblieben.

Auch die für den inzwischen auch vom Ortsrat geforderten Neubau in Kaltenweide zeigt die Drucksache Ungereimtheiten auf. So wird als möglicher Standort zum einen eine Fläche zwischen Supermarkt und Bahndamm gezeigt, die inzwischen aber längst an ein Wohnungsbauunternehmen verkauft worden ist. Zum anderen heißt es beim zweiten Standort, dem ehemaligen NP-Markt an der Wagenzeller Straße, es sei unklar, ob die Fläche zu erwerben ist. Tatsächlich hat sie die Stadt längst gekauft. Allerdings gilt sie intern als grenzwertig zu klein. Boy glaubt dennoch, sie als Feuerwehrstandort entwickeln zu können.

Das Standortkonzept wird am Dienstag, 3. Mai, zeitgleich im Ortsrat Godshorn sowie in Kaltenweide erstmals öffentlich vorgestellt. Beginn der Sitzungen ist jeweils um 19 Uhr.

Neue Halle in Langenhagen?

Auch die Ortsfeuerwehr in der Kernstadt hat Platzprobleme. Deshalb ist nun im Gespräch auf dem Gelände an der Konrad-Adenauer-Straße eine neue Halle zu errichten. Dabei werden verschiedene Varianten diskutiert, in welchem Umfang die ehemalige Wache der Johanniter-Unfallhilfe abgerissen oder ergänzt werden soll. Dabei fürchtet die Feuerwehr durchaus Konflikte mit der inzwischen eng heran gewachsenen Wohnbebauung während der Bauarbeiten. Um die ärgsten Probleme möglichst schnell zu lösen, favorisiert die Feuerwehr mindestens den Bau einer freitragenden Halle auf einer Rasenfläche nordwestlich des Hauptgebäudes.

Von Rebekka Neander

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