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Flughafen will Storch-Abschuss beantragen

Gefahr für Flugverkehr Flughafen will Storch-Abschuss beantragen

Angesichts eines wachsenden Storchenbestands im direkten Umfeld des Flughafens Hannover wollen die Betreiber Problemtiere in letzter Konsequenz abschießen dürfen. Eine behördliche Genehmigung soll diese Woche eingeholt werden. Im Umkreis von 13 Kilometern um den Airport sollen sich 14 Nester von Störchen befinden.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Langenhagen . Angesichts eines wachsenden Storchenbestands im direkten Umfeld des Flughafens Hannover wollen die Betreiber Problemtiere in letzter Konsequenz abschießen dürfen. Eine behördliche Genehmigung soll diese Woche eingeholt werden, bestätigte ein Flughafensprecher am Freitag entsprechende Informationen des Radiosenders ffn. "Es geht uns bei diesem Thema in erster Linie um Rechtssicherheit", sagte der Sprecher. Nach ffn-Angaben befinden sich im Umkreis von 13 Kilometern um den Airport 14 Nester von Störchen. Sie können für Flugzeuge in den sensiblen Start- und Landephasen zum Risiko werden und werden daher regelmäßig von den Pisten verscheucht.

Wer gibt Ja zum Abschuss?

"Ein Abschuss kann aber nur dann gelten, wenn auch wirklich Flugsicherheit und Menschenleben gefährdet sind", erklärte der Umweltdezernent der Region Hannover, Axel Priebs, dem ffn. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sei das auch rechtlich kein generelles Problem. Im niedersächsischen Umweltministerium sieht man sich nicht zuständig: "Im Naturschutzrecht gibt es für die Flugsicherheit keine Regelung", sagte eine Sprecherin. Sie warf allerdings die Frage auf, wer die Entscheidung für einen solchen Abschuss treffen soll, da ja Flugsicherheit und Menschenleben direkt gefährdet sein müssten. Hintergrund des Antrags ist die gestiegene Zahl von Weißstörchen in Niedersachsen.

Nach Angaben der Naturschutzorganisation NABU wurden allein im Vorjahr 746 Weißstorchpaare im ganzen Land gezählt. "Insgesamt wurden 1136 Jungstörche flügge", erklärt die Organisation. Da die Großvögel gerade auf den Grünflächen rund um die Start- und Landebahnen gute Nahrungsbedingungen finden, siedeln sie - ähnlich wie andere Großvogelarten - gerne in deren Umgebung. Für die Luftfahrt bedeuten sie allerdings eine Gefahr, wenn sie Luftfahrzeugen nicht mehr ausweichen können. Diese Kollisionen - im Fachjargon Vogelschlag - können auch große Verkehrsjets abstürzen lassen. Ein spektakuläres Beispiel ist die Notlandung des US-Airways-Flugs 1549 am 15. Januar 2009 auf dem Hudson River in New York. Die Piloten entschlossen sich dazu, nachdem ihr Airbus nach Vogelschlag auf beiden Triebwerken keinen Schub mehr hatte.

dpa

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