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Flughafen stoppt Lastwagen

Godshorn/Engelbostel Flughafen stoppt Lastwagen

Die Flughafengesellschaft will den illegalen Schleichweg auf ihr Gelände endgültig sperren: Die Schranke auf Engelbosteler Seite soll künftig nicht mehr per Telefon für Lastwagenfahrer zu öffnen sein. Die Rufnummer war trotz Untersagung von verschiedenen Spediteuren weitergegeben worden. Nun ist eine Videoüberwachung im Gespräch.

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Die Torzufahrt im Westen darf nur von Mitarbeitern, Rettungsdiensten und Erdtransportern für den NJK-Teich durchfahren werden.

Quelle: Neander

Langenhagen. Im Ortsrat Engelbostel ist die Sachlage zuweilen am besten zu verstehen: Noch während das Gremium über den Schwerlastverkehr debattiert, der immer wieder illegalerweise über Heide- und Resser Straße zum Business Park West des Flughafens fährt, ist direkt vor dem Fenster des Sitzungsraums ein rangierender Großtransporter zu beobachten.

Der hat dort nichts verloren. Daran lässt auch die Flughafengesellschaft keinen Zweifel. Sie hat wiederholt in Briefen an die am Flughafen ansässigen Logistikfirmen auf die Nutzung des Tunnels als Zufahrt gedrungen. Einzig jene Lastwagen, die vom NJK-Teich in Schulenburg-Nord kommen, dürfen per Telefonschaltung die Schranke am Westrand des Flughafengeländes öffnen.

Offenbar hat jene Telefonnummer inzwischen eine Runde gemacht, die niemand mehr stoppen kann, wie Flughafenprokurist Michael Hesse bedauernd einräumt. Als die Schranke aufgebaut worden war, hatte Hesse zwar noch angekündigt, im Falle einer unerwünschten Weitergabe der Rufnummer diese schlicht zu wechseln. Von diesem Plan ist er inzwischen allerdings abgerückt. „Das wird immer und immer wieder passieren.“

Um die unerwünschte Zufahrt aufs Flughafengelände weitestgehend zu stoppen, soll nun eine gänzlich neue Lösung erarbeitet werden. „Wir wollen eine Kamera installieren, die mit unserem rund um die Uhr besetzten Sicherheitsdienst verbunden ist“, sagt Hesse. Wer an der Schranke Einlass begehrt, müsse sich über diese Schaltung legitimieren. „Wenn dort Lastwagen auftauchen, die dort gar nicht durchfahren dürfen, werden sie darauf hingewiesen, dass sie im Wiederholungsfall keine Zufahrt mehr erhalten.“ Außerdem behalte sich der Flughafen das Recht vor, gegen den Fahrer rechtliche Schritte einzuleiten. Dazu sollen mehrsprachige Informationszettel produziert werden.

Weil der Datenschutz zu dieser Lösung einiges zu sagen habe und auch firmenintern jede Neuinstallation einer Kamera durch diverse Gremien vom Betriebsrat bis zur Geschäftsführung laufen muss, wagt Hesse derzeit keine Zeitangabe zum Betriebsstart. Dass der Zustand so nicht bleiben könne, sei ihm klar, aber versprechen könne er trotzdem nichts.

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