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Schallschutz muss beantragt werden

Langenhagen Schallschutz muss beantragt werden

Wer in der Tagschutzzone 1 oder in Nachtschutzzone wohnt – also unmittelbar von den beiden Anflugschneisen des Flughafens betroffen ist –, kann für den Einbau von Technik, die dem Schallschutz dient, eine Entschädigung verlangen. Doch dafür gibt es gesetzliche Fristen.

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Wer im Bereich des Flughafens lebt, hat möglicherweise Anspruch auf Schallschutz.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. Die Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung durch Luftfahrzeuge für den Flughafen Hannover-Langenhagen – so der offizielle Name – hat sich in der ersten Sitzung in diesem Jahr nochmals mit den Entschädigungen für den Schallschutz befasst. "Zwischenzeitlich greift die zweite Stufe der Entschädigungsregelung", teilt der Vorsitzende der Fluglärmkommission, Reinhard Grabowsky, mit. In dieser Stufe können sich Eigentümer - sofern die Wohnungen im Bereich der Nachtschutzzone liegen - Aufwendungen für Schallschutzmaßnahmen erstatten lassen, wenn der Dauerschallpegel Tag von 70 Dezibel beziehungsweise in der Nacht von 60 Dezibel nicht überschritten wird.

"Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind Eigentümer von Grundstücken, deren Wohngebäude oder Wohnungen bei der Festsetzung des Lärmschutzbereiches nach dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm für den Flughafen Hannover innerhalb der Tagschutzzone 1 oder der Nachtschutzzone liegen", heißt es in dem Bericht der Fluglärmkommission, den Grabowsky jetzt vorgestellt hat. Betroffene müssen ihren  Anspruch bis zum 22. September 2020 geltend machen. "Die Kommission empfiehlt aber trotz dieser noch langen Anspruchsmöglichkeit alsbald zu handeln", betont der Vorsitzende.

In Langenhagen wie auch im benachbarten Garbsen geben die Bauaufsichtsbehörden der beiden Städte Anspruchsberechtigten eine entsprechende Hilfestellung. Für den betroffenen Bereich der Gemeinde Isernhagen ist die Bauaufsicht der Region Hannover zuständig. "Der Umfang der Entschädigungen wird durch diese Behörden festgelegt", heißt es von Seiten Grabowskys. Für die Zahlung der Rechnungen ist indes der Flughafen Hannover-Langenhagen zuständig.

Von Sven Warnecke

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