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Heuer fordert sofort 
belastbare Zahlen ein

Langenhagen Heuer fordert sofort 
belastbare Zahlen ein

Warten auf belastbare Zahlen – so lassen sich die vergangenen Tage aus Sicht der acht Gesellschafter und der Stadt in puncto Hallenfreibad GmbH zusammenfassen. Liefern muss sie Geschäftsführer Stefan Otte, der am Mittwoch eine weitere Frist verstreichen ließ. Eine Übersicht über die Zusammenhänge:

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Ungewiss: die Zukunft des Hallenfreibads.

Quelle: Stephan Hartung

Langenhagen/Godshorn. Was oder wer verbirgt sich hinter der Hallenfreibad GmbH?

Die Gesellschaft wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, das Godshorner Bad unabhängig von der Stadt Langenhagen zu führen – ihr gehörten seinerzeit zwei kostenintensive Bäder an. Als Gesellschafter fungieren die acht Sportvereine SCL,
SVL, der TSV Godshorn, die DLRG aus Langenhagen und Krähenwinkel, die BSG und die RSG sowie MTV Engelbostel-Schulenburg. Geschäftsführer ist Stefan Otte.

Inwieweit sind Stadt und Hallenfreibad GmbH verbunden?

Zum einen überweist die Stadt einen jährlichen Zuschuss von 562 000 Euro, wie im Betriebsführungsvertrag vereinbart. Zum anderen gehört der Stadt die Anlage, die die GmbH gepachtet hat.

Hat die Stadt einen Sitz im Aufsichtsgremium?

Nein. Das sieht der seinerzeit von Stadtdirektor Klaus Rosenzweig und den Vereinen ausgehandelte Vertrag nicht vor.

Wer hat Einblick in die Bilanzen der Gesellschaft?

Das sind die acht Gesellschafter, die mit einer Einlage von insgesamt 27 500 Euro beteiligt sind.

Die Rede ist seit einigen Tagen von Insolvenz. Wie realistisch ist dieser Schritt?

Vor allem darüber haben die Gesellschafter in der Sitzung am Freitag und Dienstag diskutiert – sie können die Insolvenz aber nicht beantragen, das darf der Geschäftsführer. Zum Insolvenzgericht könnten die Gesellschafter gehen, wenn ihre Einlage nachweislich verloren ist, oder Mitarbeiter, wenn sie kein Gehalt mehr bekommen.

Was bedeutet die Insolvenz für die Beschäftigten?

Drei Mitarbeiter sind städtische Angestellte, sie bekämen Aufgaben in der Verwaltung. Die GmbH beschäftigt mehr als zehn Frauen und Männer, die bei einer Insolvenz für drei Monate des Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur bekommen würden.

Schließt das Bad nach Antrag auf Insolvenzverfahren sofort?

Nein. Rat und Verwaltung bekunden seit Montag, das Bad auch in einem Insolvenzverfahren weiter zu öffnen – möglicherweise mit dem dann eingesetzten Insolvenzverwalter. Zu welchen Konditionen, also Preisen und Öffnungszeiten, vermag niemand zu sagen.

Auf welche Zahlen wartet die Stadt?

In einem Schreiben an den Geschäftsführer fordert Bürgermeister Mirko Heuer den Jahresabschluss 2014 und 2015 oder die betriebswirtschaftliche Auswertung aus dem vergangenen und diesem Jahr sowie den aktuellen Liquiditätsstatusbericht.

Überweist Langenhagen ein Überbrückungsgeld?

Die Stadt darf kein Steuergeld an eine GmbH überweisen, die unter Umständen von Zahlungsunfähigkeit bedroht ist. Bislang fehlen alle notwendigen und verlässlichen Daten. Politiker und auch Mitarbeiter fürchten, dass sie sich mit einer Überweisung von Steuergeld der Insolvenzverschleppung schuldig machen könnten.

Wie geht der Ablauf weiter?

Die Stadt hat ebenso wie der Geschäftsführer in dieser Woche Fachanwälte beauftragt, die sich jetzt die Papiere anschauen und auswerten werden.

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