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Flughafen: Feuerwehr simuliert Großeinsatz

Langenhagen Flughafen: Feuerwehr simuliert Großeinsatz

In einer 90-minütigen Übung, die Frank Wolters von der Werkfeuerwehr des Flughafens und Uwe Köpke von der Stadtfeuerwehr Langenhagen ausgearbeitet hatten, haben am Sonnabend gut 101 Einsatzkräfte der haupt- und der ehrenamtlichen Feuerwehr gemeinsam einen simulierten Gefahrguteinsatz trainiert.

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Einen Großeinsatz auf dem Flughafenvorfeld haben am Sonnabend die Werkfeuerwehr und die Stadtfeuerwehr Langenhagen trainiert.

Quelle: Stephan Bommert

Langenhagen. Die Übung auf dem Flughafengelände nahmen Langenhagener ausschließlich über die mit Blaulicht und Martinshorn ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge wahr, denn der simulierte Einsatz lief ausschließlich auf dem Vorfeld des Flughafens ab. "Die besonderen Gegebenheiten, die ein internationaler Verkehrsflughafen mit sich bringt, erfordern regelmäßiges Üben von kommunaler Feuerwehr und hauptamtlicher Werkfeuerwehr", sagt Langenhagens Feuerwehrsprecher Stephan Bommert. Dank der gemeinsamen Zusammenarbeit sei in den vergangenen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zwischen der freiwilligen und der hauptamtlichen Feuerwehr entstanden.

Das jüngste Szenario sah vor, dass gegen 8.15 Uhr ein Auto im Vorfeldbereich mit einem Tankzug kollidierte. Bei der Kollision wurde die Hülle des Tankaufliegers derart geschädigt, dass in der Folge große Mengen Kerosin ausliefen. Der Autofahrer wurde durch den Aufprall schwerverletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Damit nicht genug: Sein Fahrzeug fing unmittelbar nach dem Unfallereignis Feuer. Der LKW-Fahrer zog sich unterdessen leichte Verletzungen zu und konnte einen Notruf bei der Zentrale der Werkfeuerwehr absetzen.

Der alarmierte Gebäudebrandschutzzug leitete bereits nach wenigen Minuten die Brandbekämpfung ein. Außerdem mussten sich die Brandbekämpfer um ein abgestelltes Flugzeug kümmern, das vom auslaufenden Kerosin unmittelbar gefährdet war. Aus diesem Grund ließ der Einsatzleiter der Flughafenfeuerwehr den ICAO-Zug (International Civil Aviation Organization) und Stadtbrandmeister Arne Boy nachalarmieren. Im weiteren Verlauf wurde die Alarmstufe erhöht und der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Langenhagen hinzugezogen.

Boy teilte den Einsatzort in drei Abschnitte ein: Der Gebäudebrandschutzzug übernahm die Brandbekämpfung und technische Rettung des Autofahrers mit hydraulischen Rettungsgeräten, der ICAO-Löschzug schützte das abgestellte Flugzeug und den angrenzenden Hangar durch drei Flugfeldlöschfahrzeuge, während der Gefahrgutzug das auslaufende Kerosin beseitigte und den Tankzug abdichteten.

Nach Erstversorgung des Autofahrers durch eine Notärztin entfernten Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr das Dach des Autos. Das Fahrzeug wurde vor der Übung mit einem Radlader demoliert, sodass die Arbeiten durchaus anspruchsvoll, also realitätsnah waren. 

Fünf Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges sicherten in speziellen Schutzanzügen das auslaufende Kerosin. Nach dem Einsatz wurden die Schutzanzüge in einer Dekontaminationsdusche gereinigt. Die Dusche wurde zwischenzeitlich durch die zuständige Ortsfeuerwehr Kaltenweide aufgebaut. Ein Trupp des Messzuges führte im Hangar Messungen der Umgebungsluft durch. 

Gemeinsam werden Mitglieder der freiwilligen und der Werkfeuerwehr die Übung analysieren. Dieses Vorgehen schreibt die ICAO in ihren Richtlinien vor. "Die ICAO-Übungen sind Grundlage der Erteilung einer Betriebserlaubnis", sagt Bommert..

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