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Auch 96-Idol Jiri Stajner hilft

Langenhagen Auch 96-Idol Jiri Stajner hilft

Der vier Jahre alte Enes leidet unter einer seltenen Krankheit. Um seiner seine Familie bei der Finanzierung einer Delfin-Therapie zu helfen, gibt es am 6. August ein Fußball-Benefizspiel am Engelbosteler Stadtweg.

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Emre Geltetik (Mitte) freut sich auf das Benefiz-Spiel, das Marcus Bohne (links) und André Carriere für seinen Sohn organisieren.

Quelle: Hartung

Engelbostel. Auf der Anlage des MTV Engelbostel-Schulenburg stehen sich ab 18 Uhr das Ü32-Team des MTV und die Hannover-Allstars gegenüber. Der Erlös aus dem Verkauf von Essen und Getränken sowie von Versteigerungen der Trikots von Hannover 96 und der Nationalelf kommt dem vier Jahre alten Enes Geltetik zugute, der am Rubinstein-Taybi-Syndrom leidet.

„Die Krankheit ist sehr selten, man muss sich selbst kümmern, welche Therapien helfen können“, sagt Emre Geltetik, Vater von Enes und MTV-Jugendtrainer. Bekannt ist, dass der Umgang mit Delfinen helfen könnte. Ziel ist daher, mit dem Erlös des Benefizspiels eine mindestens 8000 Euro teure Delfin-Therapie in der Türkei für Enes bezahlen zu können. „Es gibt keine Garantie, ob es hilft. Aber es ist eben eine Chance. Und wenn er damit nur seine Motorik verbessert, hätte man schon etwas erreicht“, sagt Marcus Bohne. Der Ü32-Spieler organisiert die Partie zusammen mit dem Engelbosteler André Carrière.

Der kleine Enes ist aufgrund seiner Krankheit auf der Entwicklungsstufe eines Zweijährigen und besitzt keine hohe Lebenserwartung. Zudem leidet er an einer Muskelschwäche und koordinativen Problemen, auch wegen einer Bein-Fehlstellung. Weil er nicht kauen kann, kann er nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. In seinem jungen Leben wurde Enes schon sechs mal operiert.

Carrière hat dank seiner Kontakte für einen prominenten Allstar-Kader gesorgt. Mit dabei sind ehemalige 96-Profis wie Jiri Stajner, Babacar N’Diaye, Carsten Linke, Frank Hartmann und Martin Groth, zudem Moderator Christian Stoll und Eishockey-Legende Len Soccio. Dieses Aufgebot soll Zuschauer anlocken, die mit ihrem Besuch die Chance für Enes steigern.

Das ist das RTS-Syndrom

Der vierjährige Enes Geltetik leidet an dem Rubinstein-Taybi-Syndrom (RTS). Das Problem ist, dass die Krankheit nicht sehr bekannt ist, auch nicht unter Ärzten. Es gibt nur wenig Spezialisten. „Wir haben uns viel dazu anlesen müssen“, sagt Emre Geltetik, der Vater von Enes. Die Literatur, vor allem im Internet, spricht bei RTS von einer genetisch bedingten Erkrankung mit geistigen Behinderungen und körperlichen Missbildungen sowie Fehlfunktionen der Organe – der Grad der Ausprägung kann jeweils unterschiedlich groß sein. Die Wahrscheinlichkeit, an RTS zu erkranken, liegt bei 1 zu 120.000.

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Mit diesem Plakat wirbt der MTV für das Benefiz-Spiel.

Quelle: Stephan Hartung

Von Stephan Hartung

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