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Abenteuerland mit Licht und Schatten

Langenhagen Abenteuerland mit Licht und Schatten

Ein Frühsommer mit Tücken und Sommerferien mit großer Resonanz: Das fünfte Jahr des Vereins Abenteuerland Langenhagen zeigt sich bislang von seiner mittelprächtigen Seite. Die Ehrenamtlichen haben etliche Erfolge erzielt - aber auch Rückschläge inkauf nehmen müssen.

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Noch sieht der Bauwagen im Abenteuerland fleckig aus. Die jetzt ausgefallene Malaktion wollen Vereinschef Lothar Pätz und seine Mitstreiter im September nachholen.

Quelle: Zottl

Langenhagen. Wechselhaft wie das Wetter: So beschreibt Abenteuerland-Vereinschef Lothar Pätz den bisherigen Saisonverlauf. Bei der unbeständigen Witterung im Frühjahr kamen nur wenige Kinder auf den Aktivspielplatz am Silbersee. Anders war das hingegen in den Sommerferien. "Die waren ein voller Erfolg", sagt Pätz. Besonders das fünftägige Ausflugsangebot mit Besuchen in Laatzen, Isernhagen und Hannover sei sehr gut verlaufen. Acht Kinder zwischen sieben und elf Jahren hätten sich für diese gemeinsamen Unternehmungen angemeldet, die von der Erzieherin Kim Schmittke betreut wurden.

Geschockt hat den Verein ein Erlebnis im Frühsommer: Unbekannte hatten den Materialcontainer des Abenteuerlands geknackt und eine Kettensäge, einen Stromgenerator und eine Schubkarre gestohlen. Weder Täter noch Beute konnten aufgespürt werden, es entstand ein Schaden in Höhe von 700 Euro. Glück im Unglück: Zwei Langenhagener Unternehmen, die Garten- und Landschaftsbaufirma Matern und die Lasermanufaktur Michaelis, sprangen ein und ersetzten das Equipment. "Alles fabrikneu - als der Diebstahl bekannt wurde, haben sie sich sofort gemeldet", sagt Pätz begeistert.

Auch die Pläne, die der Verein im April für dieses Jahr geschmiedet hatte, konnten bisher nur in Teilen umgesetzt werden. Das erwünschte Gemüsebeet ist mittlerweile angelegt - und hat schon einen Untermieter: Ein Kaninchen hat seinen Bau in Schlagdistanz zur Möhrenecke angelegt.

Eine komplette Umzäunung des Geländes lässt hingegen weiter auf sich warten. Denn der Verein zählt aktuell lediglich 26 fördernde Mitglieder und ist ansonsten auf Spenden angewiesen, um beispielsweise die jährlichen 1.800 Euro Personalkosten für die vier angestellten Sozialassistenen, -pädagogen und Erzieher zu stemmen. "In diesem Jahr haben wir hierfür 1750 Euro von der Stadt bekommen - denn das können wir aus eigener Kraft nicht bezahlen", sagt Pätz. Die Mitgliedsbeiträge - bescheidene 24 Euro im Jahr - gehen schließlich für den Materialeinkauf drauf. "Wir benötigen darum mehr fördernde Mitglieder", sagt der Vereinschef und fügt hinzu: "Wenn wir dann nicht auch noch Ehrenamtliche wie Markus Sauer hätten, ginge hier gar nichts."

Sauer übernehme seit Anbeginn das Rasenmähen auf dem Gelände und halte Wege und Pfade frei. Was der Verein bereits seit Langem sucht, ist einen Fachmann für Schweißarbeiten: Denn noch immer steht ein ausgemustertes Spielgerät mit dem schönen Namen "Affenhangel" - ebenfalls eine Spende - in zwei Teilen mit Flatterband abgesperrt unnutzbar auf der zentralen Fläche im Abenteuerland. Das Problem? "Wir haben hier keinen Strom - und der Generator reicht für Schweißarbeiten nicht aus", erläutert Pätz. Erforderlich wäre eine sogenannte autogene Schweißtechnik - und die hat natürlich nicht jeder.

Bis zum Ende der Abenteuerland-Saison haben Pätz und seine Mitstreiter noch einiges vor: Wie immer soll die Saison voraussichtlich Ende Oktober mit einer großen Halloween-Gruselparty beendet werden. Zuvor soll aber noch der Pinsel geschwungen werden: Die eigentlich für vergangenen Montag geplante Verschönerungsaktion für den Bauwagen am Grillplatz - diese fiel aus Krankheitsgründen kurzfristig aus - soll im September nachgeholt werden. "Jedes Kind bekommt eine eigene Fläche und darf malen, was es möchte - da darf gerne ein Drache einen Pilz fressen", witzelt Pätz. Einen genauen Termin wird der Verein noch bekanntgeben.

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