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DLRG-Anbau muss noch warten

Langenhagen DLRG-Anbau muss noch warten

Eigentlich hätte der Rohbau schon sichtbar sein sollen, doch noch fehlt der DLRG für ihren Anbau am Silbersee die Baugenehmigung. Unvermuteter Klärungsbedarf hat den Start verzögert. Nun müssen die Arbeiten mit dem Saisonbetrieb koordiniert werden. Angeschwommen wird dennoch am 13. Mai.

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Die beiden Bäume möchte die DLRG gerne am Silbersee fällen lassen, um den nötigen Anbau verwirklichen zu können. Zudem müsste die alte Garage versetzt und durch eine neue, größere ersetzt werden.

Quelle: Neander

Langenhagen. Im Detail geht es um zwei Bäume und eine Garage. Die Bäume müssen weg, sonst kann in die neu geplante Garage kein großer Bootstrailer hineinfahren. Und die alte Garage an eben jenem Platz muss umziehen, weil sie für die neuen Fahrzeuge schlicht zu klein ist. All dies aber war offenbar bei den ersten Absprachen zwischen der DLRG und der Stadtverwaltung nicht so richtig klar geworden. Und deshalb übt sich Torsten Semmler derzeit in Geduld. Etwas anderes bleibt dem Ortsvereinschef auch gar nicht übrig.

Wie es zu den Missverständnissen gekommen ist, kann sich Semmler nicht so richtig erklären. Dazu bleibt ihm auch nicht die Zeit. Er hat anderes zu tun. "Wir müssen jetzt eben alles neu überdenken. Das betrifft vor allem unsere Lehrgänge, um die wir jetzt alle Arbeiten irgendwie herumplanen müssen."

Semmler aber ist es wichtig zu erläutern, dass die für die Verzögerung verantwortlichen Detailabstimmungen nicht unerheblich sind für die Lebensretter. "Zum einen wurde uns erläutert, dass die Bäume durch die Bauarbeiten ohnehin in Mitleidenschaft gezogen würden, weil ihr Wurzelwerk zu nahe an den Bau heranreicht." Eine Ersatzpflanzung, so gewünscht von der Stadt, sei kein Problem.

Dass die alte Garage weichen muss, habe zwei Gründe: Zum einen ist sie für den Bootshänger schlicht zu klein. "Wir mussten unser derzeitiges Boot aufgrund eines Materialfehlers tauschen", berichtet Semmler im Gespräch mit dieser Zeitung. "Das neue Boot, das wir jetzt bekommen, ist größer als das alte. Und entsprechend wächst auch der Anhänger." Vor allem aber ist die alte Garage nicht für eine Durchfahrt geeignet, sie hat schlicht nur ein Tor. "Es war aber eigentlich klar, dass wir jetzt eine Garage dort planen, die von beiden Seiten befahrbar sein muss." Die alte Garage, so die Planung der DLRG, solle zur Fahrzeughalle umgesetzt werden. Das ist nicht ganz unkompliziert. "Denn die Garage ist beim jüngsten Abschluss des Nutzungsvertrages zwischen DLRG und Stadt in deren Eigentum übergegangen." Semmler zeigt sich gleich zuversichtlich, mit der Stadt eine Regelung zu finden.

Denn eigentlich schien alles bestens geregelt: Nach mehreren Vorgesprächen mit der Stadtverwaltung hatte Semmler auch die Politik über das Vorhaben des DLRG-Ortsvereins informiert. Dies war ihm offensichtlich so überzeugend gelungen, dass der Rat den von der DLRG beantragten Zuschuss über insgesamt rund 144.000 Euro Ende vergangenen Jahres noch in den Nachtragshaushalt 2016 packte. Damit wäre das Geld auszahlbar, bevor der Haushalt 2017 im Frühsommer offiziell genehmigt wird. In dem Antragsschreiben ist auf den Skizzen zwar klar ersichtlich, dass die alte Garage einer neuen Bootshalle weichen wird. Allerdings geht Semmler weder im Antragsschreiben an die Stadtverwaltung noch in dem Brief an die Kommunalpolitiker explizit auf die Platzproblematik mit der alten Garage ein.

Wann mit einer Genehmigung des Anbaus nun zu rechnen ist, konnte Stadtsprecherin Juliane Stahl auf Nachfrage "urlaubsbedingt" nicht ermitteln.

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